124 Einsätze hatte die Gardeleger Wehr im vorigen Jahr meistern müssen - 18 mehr als 2013. Darunter waren 54 Brände. Am 5. August 2014 musste die Wehr gleich elf Mal ausrücken. Nach einer Sturzflut über Gardelegen standen Keller unter Wasser.

Gardelegen l 2014 sei für die Gardeleger Wehr ein ereignisreiches Jahr gewesen, sagte Wehrleiter Henrik Lehmann eingangs seines Rechenschaftsberichtes bei der Jahreshauptversammlung der Wehr am Sonnabend im Gerätehaus. Die Kameraden seien gleich am 3. Januar in die Arbeit gestartet, nachts kurz nach 1 Uhr. Gemeldet wurde ein Laubenbrand. Noch während der Anfahrt sei eine zweite Alarmierung erfolgt: ein Dachstuhlbrand in der Sandstraße. "Diese Einsätze hielten uns und die nachalarmierten Wehren noch bis morgens 6 Uhr auf den Beinen", sagte Lehmann.

Insgesamt weist die Statistik für das vorige Jahr 124 Einsätze aus. Darunter waren 54 Brände und 53 technische Hilfeleistungen. In 14 Fällen gab es Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Drei Übungen waren dabei und 18 überörtliche Einsätze. "Von der Ölspur bis zum Verkehrsunfall mit Verletzten, vom Mülleimerbrand bis zum Waldbrand war fast alles vertreten", fasste Lehmann zusammen.

Der 23. Juli sei ein Tag gewesen, der in besonderer Erinnerung der Kameraden bleiben wird. Denn an diesem Tag habe es einen Systemabsturz in der Leitstelle gegeben. Dadurch hätten kurzzeitig keine Alarmierungen erfolgen können. Per Telefon wurden die Kameraden dann zu einem Getreidefeldbrand bei Hem-stedt gerufen. "Wir haben uns per Telefonkette selbstständig alarmiert. 22 Kameraden waren nach nur sieben Minuten auf dem Weg zum Einsatzort", lobte Lehmann.

In besonderer Erinnerung wird auch der 5. August bleiben. "Gegen Mittag zog eine Unwetterfront mit Sturzregen über Gardelegen. Innerhalb einer halben Stunden fielen 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Das bescherte uns elf Einsätze, bei denen zumeist Keller ausgepumpt werden mussten", so Lehmann.

Lobend erwähnte der 28-jährige Feuerwehrchef, der beruflich bei der Berufsfeuerwehr auf dem Truppenübungsplatz tätig ist, dass durchschnittlich 25 Kameraden bei Vollalarm im Einsatz gewesen seien. Diese Zahlen gelte es zu halten, betonte Lehmann.

Dazu kamen Sonderdienste, wie das Aufstellen des Maibaumes und des Weihnachtsbaumes, der Pyramide und das Absichern von Fackelumzügen. Die Jugendwehr habe zudem die erste Nikolausaktion der Stadt unterstützt. Darüber hinaus führten Kameraden unter der Regie von Karsten Hintze zwölf Besuchergruppen durchs Gerätehaus, zumeist Schüler und Kindergartenkinder.

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