Die gute finanzielle Lage der Miester Forstbetriebsgemeinschaft macht es möglich: Die Bearbeitungskosten von drei Prozent der Nettosumme beim Holzverkauf werden auf zwei Prozent gesenkt. Die Umlage an das Betreuungsforstamt von 5,06 Euro pro Hektar Wald beträgt noch 4,06 Euro. Beides gilt für 2015.

Mieste l Zwei Beschlüsse haben die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Mieste in ihrer Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Haus Mieste gefasst. In diesem Jahr müssen Waldbesitzer der FBG Mieste beim Holzverkauf nicht mehr drei Prozent Bearbeitungsgebühren entrichten, sondern nur noch zwei Prozent.

Außerdem wird die Umlage an das Betreuungsforstamt Letzlingen um einen Euro reduziert. Bisher betrug die Umlage pro Hektar 5,06 Euro. Nunmehr sind es 4,06 Euro pro Hektar.

"Wir sind von der Sache her finanziell nicht schlecht aufgestellt", sagte der Vorsitzende der FBG Mieste, Franko Gäde. Im Vorstand habe man von daher überlegt, wie man damit umgeht. "Legen wir uns eine Reserve zu, leisten uns eine Busreise oder reduzieren die Beiträge für die Waldbesitzer", so Gäde weiter.

Industrieholz hat den größten Anteil

Letztlich habe der Vorstand sich entschlossen, die Bearbeitungsgebühren und Umlagen zu reduzieren. Diesen Vorschlägen folgten die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft bei einer Enthaltung.

Die FBG Mieste hat 224 Mitglieder mit insgesamt 990 Hektar Wald. Betreut wird der Bereich von Revierförster Gerald Görges, der außerdem für die FBG Solpke und seit 2014 auch für die FBG Hohes Feld Jerchel zuständig ist. Jerchel wird Görges wieder abgeben. Diesen Bereich wird eine Försterin übernehmen.

In der Jahreshauptversammlung der FBG Mieste informierte Görges über die Planung für 2015. So sollen beim Holzeinschlag 3200 Festmeter erreicht werden. Mit 2186 Festmetern hat das Industrieholz den größten Anteil. Die Schichtholzabschnitte, das sogenannte Palettenholz, sind mit 529 Festmetern in der Planung. Und 485 Festmeter sollen bei den Langholzabschnitten, gewissermaßen beim wertvollsten Holz, erreicht werden.

Keine Feststellungen bei der Winterbodensuche

Auf 92,8 Hektar Wald sollen Durchforstungsarbeiten stattfinden. Darunter sind 6,3 Hektar Jungbestände (zwischen 30- und 35-jähriger Baumbestand). Bei der sonstigen Nutzung sind 6,3 Hektar aufgeführt. Darunter sind auch 1,1 Hektar Wald, auf denen ein Kahlschlag vorgesehen ist. Die Besitzer hätten dann drei Jahre Zeit, um diese Flächen wieder aufzuforsten, erläuterte Gerald Görges.

Allerdings würden die Holzpreise so langsam wieder zurückgehen. "Man weiß nicht genau, wie die Entwicklung sein wird, aber groß nach oben wird es wohl nicht wieder gehen", meinte Görges. Aber mit 19 Euro pro Festmeter Palettenholz könne man noch zufrieden sein. "Das sind noch gute Preise", so Görges. Was den Schädlingsbefall betreffe, so sei im Raum Mieste nicht mit großen Problemen zu rechnen. Bei der Winterbodensuche, die im gesamten Bereich des Betreuungsforstamtes Letzlingen durchgeführt werde, seien die Funde unter dem Schwellenwert gewesen. "Wir können davon ausgehen, dass es relativ ruhig bleibt", sagte Görges.