Die Solpker Sporthalle ist seit mehr als einem Jahr wegen eines Dachschadens geschlossen. In diesem Jahr wird der Stadtrat im Zuge der Haushaltsberatungen entscheiden, ob das Dach für 350000 Euro repariert werden soll.

Gardelegen/Solpke l Bauamtsleiter Engelhard Behrends sprach zweimal beim Minister in Magdeburg vor, Bürgermeister Konrad Fuchs empfing den Finanzminister und den Staatssekretär. Doch trotz all dieser Bemühungen wird es kein Fördergeld für die Reparatur der Solpker Sporthalle geben. Behrends: "Es gibt keine Förderprogramme, von denen wir profitieren könnten."

Die Verwaltung möchte dennoch, dass das Dach der Halle, die seit Anfang Dezember 2013 gesperrt ist, erneuert wird. "Eine Reparatur bringt nichts, wenn dann muss das ganze Dach neu gemacht werden", sagte Bürgermeister Konrad Fuchs. Daher werden zu den 200000 Euro, die bereits im Haushalt 2014 eingestellt worden waren, und die mit in den Plan 2015 genommen werden, weitere 150000 Euro dazukommen. Das ergibt ingesamt 350000 Euro für die Dachsanierung aus Eigenmitteln der Stadt. Behrends: "Das ist der Wille der Verwaltung." Und dazu steht auch Bürgermeister Konrad Fuchs: "Solpke hat einen langen Leidensprozess hinter sich. Die Schließung der Grundschule, der Brand in der Gaststätte." Der Bedarf sei in Solpke absolut da. Dafür spreche auch der extrem hohe Grad der Organisation im Sportverein Komet Solpke. Laut Kreissportbund hat der Verein zurzeit 147 Mitglieder.

Fuchs betonte die Bedeutung der Halle für die Ballsportarten. "Viele Mannschaften haben dort in den Wintermonaten trainiert, das ist auch wichtig, weil nur so Nachwuchs gewonnen werden kann." Bauamtsleiter Engelhard Behrends hat schon die weitere Sanierung im Blick, "denn da ist absolut Bedarf". Als Punkte nannte er die Heizung und die großen Fensterflächen, "die verringert werden müssten, um den Wärmeverlust zu minimieren". Dies könnte möglicherweise über das EU-Förderprogramm Leader mitfinanziert werden.

Die Solpker indes wären froh, wenn überhaupt die Perspektive besteht, dass sie ihre Halle wieder nutzen können. "Wir sind optimistisch, auch wenn es manchmal ein bisschen schwer fällt", sagte Vorstandsmitglied Wilfried Schlitter auf Anfrage.

Zurzeit seien alle Sportgruppen untergebracht, bis auf den Kindersport. "Und das tut uns ganz besonders weh", so Schlitter. Die Volleyballer trainieren zurzeit in Gardelegen in der Gymnasiumshalle, die Handballer in der Sporthalle an der Schillerstraße.

Eine neue Lösung gibt es seit Jahresbeginn für die Tischtennisspieler und die Mitglieder der Frauengymnastik. Sie können Räume der früheren Grundschule für ihren Sport nutzen. "Da sind wir erstmal glücklich drüber, dass wir zusammen mit der Stadt diese Lösung gefunden haben", betonte Schlitter.

Obgleich durch die Schließung der Halle das Vereinsleben stark beeinträchtig wird, "hatten wir bislang keine Austritte". Schlitter: "Der Zusammenhalt bei uns im Verein ist sehr gut." Weh tue auch, dass es 2014 keinen Sportlerball geben konnte. Für 2015 sei jedoch einer im Rahmen der Festlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen der Wehr und zum 105- jährigen Bestehen des Vereins im Rahmen eines Festwochenendes vom 29. bis 31. Mai geplant.

Bis dahin dürfte der Haushaltsplan der Stadt verabschiedet - und damit auch eine Entscheidung über die Reparatur des Hallendaches getroffen worden sein.