Alle Gardeleger, die älter als 16 Jahre sind, dürfen am 22. Februar Landrat und Bürgermeister wählen - auch, wenn sie keine Wahlbenachrichtigungskarten erhalten haben. Laut Wahlleiter gab es eine Panne beim Verteilen der Karten, an der jedoch nicht die Stadt schuld sei.

Gardelegen l Nicht alle, die am 22. Februar wahlberechtigt sind, haben in den vergangenen Tagen ihre Wahlbenachrichtigungskarten erhalten, informierte gestern Wahlleiter Maik Machalz. Aufgefallen sei dies in den vergangenen Tagen, weil "Bürger sich gemeldet haben und nach den Wahlbenachrichtigungskarten gefragt haben", teilte Ordnungsamtsfachbereichsleiterin Birgit Matthies mit. Den Wählern würden jedoch keine Nachteile entstehen, erklärte Birgit Matthies.

Aus anderen Ortsteilen und Gardelegen nichts bekannt

Aufgefallen sei es in Letzlingen, wo Anwohner mehrerer Straßenzüge keine Wahlbenachrichtigungskarten erhalten hatten. Aus anderen Ortsteilen oder Gardelegen sei bisher nichts bekannt, so Matthies.

Machalz betonte gestern, dass die Wahlberechtigten trotz einer nicht zugesendeten Benachrichtigungskarte wählen können. "Denn im Wählerverzeichnis sind sie aufgeführt", so Machalz. Unter Vorlage des Personalausweises, Führerscheins oder Reisepasses können sie in ihrem Wahlbüro am 22. Februar ihren Stimmen abgeben oder auch bis 20. Februar die Möglichkeit zur Briewahl nutzen. Im Raum Bornemann im Haus II der Stadtverwaltung können Wähler vor Ort die Briefwahl vornehmen oder mit einem formlosen, unterschriebenen Antrag an das Wahlbüro der Hansestadt Gardelegen mit Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und einer eventuell abweichenden Versandanschrift die Briefwahlunterlagen beantragen.

Im Falle der Erteilung einer Vollmacht muss zu den oben genannten Angaben die bevollmächtigte Person mit Vorname und Name benannt werden. Der Bevollmächtigte muss sich der Behörde ausweisen können.

Maik Machalz betonte gestern, dass der Fehler nicht bei der Stadtverwaltung liege, da die "20 081 Karten zur Post gegeben wurden".

162 Rückläufer bei 20081 Karten

Markus Wohsmann, Leiter der Pressestelle Nord, bestätigte das. Es habe 162 Rückläufer gegeben. "Die häufigsten Ursachen waren dabei Umzüge oder, dass Adressaten verstorben waren oder nicht lokalisiert werden konnten. Das ist bei einer so einer großen Versendung allerdings nicht ungewöhnlich." Von weiteren nicht zugestellten Karten wusste Wohsmann jedoch nichts. "Es findet sich auch nichts bei uns, keinerlei Beschwerde." Sollte es so sein, dass Wahlbenachrichtigungskarten nicht angekommen seien, "hätten wir uns gewünscht, dass die Stadtverwaltung sich an uns wendet".

Birgit Matthies sagte dazu auf Anfrage, dass dies einmal bereits geschehen sei, jedoch bei der Aufklärung sei man noch nicht weiter gekommen. Die Verwaltung wolle jedoch am heutigen Mittwoch weiter bei der Deutschen Post und den zuständigen Mitarbeitern nachforschen. "Wichtig war uns für jetzt erst einmal, dass wir den Bürgern den Sachverhalt erklären, dass sie trotzdem zur Wahl gehen können", so die Fachbereichsleiterin.