1,6 Millionen Euro hat das neue Haus der Lebenshilfe in Gardelegen gekostet. Mitarbeiter und Betreute haben es gestern mit rund 20 Gästen eröffnet.

Gardelegen l Seit November ist Leben neben dem Friedhof am Holzweg. Doch erst gestern hat die Lebenshilfe ihr neues Haus offiziell eröffnet. "Unsere Betreuten mussten sich hier erstmal einleben. Wir wollten sie nicht gleich mit so vielen Gästen überfallen", sagte Hans-Peter Haase, Geschäftsführer der Lebenshilfe Altmark-West.

24 schwerbehinderte Menschen werden dort tagsüber betreut. Für die acht Mitarbeiter sei das neue Haus zudem optimal. Die sogenannten Fördergruppen waren vorher in Häusern am Holzmarkt und der Schillerstraße untergebracht. Doch schmale Flure und Treppenhäuser hätten das Arbeiten erschwert. "Da war viel Hebearbeit notwendig", sagte Haase.

Völlig barrierefrei und gut zugänglich sind nun die neuen Räumlichkeiten. Es gibt viel Platz für die Bewohner, einen einladenden Mehrzweckraum im Eingangsbereich mit einer hohen Decke. Von dort gehen die Flure unter anderem zu Gruppenräumen, Werkraum und dem sogenannten Snoozelraum ab. Darin stehen ein riesiges Wasserbett und Liegebänke. Bunte Lichter und Strahler geben dem Zimmer eine besondere Atmosphäre, so dass die Betreuten zur Ruhe finden können.

Zudem sei das Haus von den Planern so konzipiert worden, dass es problemlos mit Modulen erweitert werden kann. Die Arbeiten hatten im Juni 2013 begonnen. 1,6 Millionen Euro hat der Neubau gekostet.

Für die Eröffnung waren auch extra Kinder aus der Kita Schatzkästchen aus Kalbe angereist. Sie sangen und tanzten für die Gäste.

Die Lebenshilfe sei für Gardelegen ein bedeutender Arbeitgeber, sagte Bürgermeister Konrad Fuchs. Er sprach den Mitarbeitern seine Hochachtung aus und lobte den Neubau. "Die Stadt ist von einer Altlast befreit worden und dafür sind null Euro Steuergeld städtischerseits gebraucht worden", sagte Fuchs.

Vorher war die damalige Stadtwirtschaft auf dem Gelände untergebracht. Nach deren Auflösung hatte die Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel das Gelände an die Lebenshilfe verkauft. Und der ehemalige Deponie-Geschäftsführer Dietrich Schulz folgte der Einladung zur Eröffnung gerne.

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