Möglicherweise wird der Kreuzungsbereich Ackendorfer Landstraße/Isenschnibber Chaussee umgestaltet. Mit dieser Thematik wird sich eine Unfallkonferenz beschäftigten, die voraussichtlich noch in diesem Monat stattfinden wird. Thema war dies bereits im Stadt-Bauausschuss.

Gardelegen l Der Knotenpunkt B71 Ackendorfer Landstraße, Isenschnibber Chaussee und die Auf- und Abfahrten der B188 Richtung Wolfsburg und Stendal sei ein Unfallschwerpunkt. "Die Verkehrsführung ist nicht optimal", sagte SPD-Stadtrat Ulrich Scheffler in der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses. Für die Autofahrer sei der Bereich mit den Abfahrten und Auffahrten zur Umgehungsstraße, der Querung der Ackendorfer Landstraße zur Isenschnibber Chaussee und den Fahrspuren aus Richtung Salzwedel in Richtung Stadt nicht gut einsehbar. Dort habe es schon mehrfach zum Teil auch schwere Unfälle gegeben. Auch wenn der Knotenpunkt durch die Abbiegespuren schon etwas entschärft worden sei, bestehe dennoch weiterhin das Problem der Unfallhäufigkeit. "Mein Vorschlag wäre, dort einen Kreisverkehr zu bauen. Damit könnte der gesamte Verkehr sinnvoller gestaltet werden", meinte Scheffler.

"Das nehmen wir gern mit", reagierte darauf Stadt-Bauamtsleiter Engelhard Behrends. Er schlug seinerseits einen Lokaltermin mit allen Beteiligten vor.

Ein beobachteter Unfallhäufungspunkt

Unterdessen hat eine Volksstimme-Anfrage beim Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr ergeben, dass es sich bei diesem Knotenpunkt tatsächlich um einen "Unfallhäufungspunkt handelt, der durch die Unfallkommission beobachtet wird", erläuterte Tatjana Kutscha vom Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums. Geeignete Maßnahmen zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten könnten sowohl verkehrstechnische Maßnahmen, wie Markierungen, Beschilderungen oder Lichtsignalanlagen, sein. Möglich seien dabei aber auch bauliche Maßnahmen, wie die Umgestaltung eines Knotenpunktes zu einem Kreisverkehr. Bei der Neuplanung oder Umplanung eines Knotenpunktes müssten jedoch sowohl die verkehrlichen Erfordernisse als auch die örtlichen Begebenheiten betrachtet werden.

Örtliche Begebenheiten sind zu beachten

"Dabei sind insbesondere Faktoren wie Richtung und Stärke der Verkehrsströme, benachbarte Knotenpunkte und Flächenverfügbarkeit zu beachten", erläuterte Kutscha. Für den betroffenen Knotenpunkt gebe es gleich mehrere Örtlichkeiten, die zu berücksichtigen seien. Dazu gehörten das Gefälle der Abfahrt von der Ortsumgehung B188, ein unmittelbar im Bereich des Knotenpunktes einmündender Wirtschaftsweg sowie der parallel zur B71 verlaufende Radweg. "Hinsichtlich weiterer Entscheidungen zur möglichen Umgestaltung des Knotenpunktes ist zunächst die Erörterung in der nächsten Unfallkonferenz, die voraussichtlich im Februar stattfindet, abzuwarten", fasste Tatjana Kutscha zusammen.