Gardelegen/Berge (cah) l Die Wahl einer neuen Wehrleitung für die Feuerwehr Berge mit den beiden Löschgruppen Ackendorf und Laatzke muss wiederholt werden.

Stadt-Wehrleiter Sven Rasch hat gestern seine Einwände gegen die Wahl geltend gemacht und deren Rechtmäßigkeit angezweifelt. "Die Wahl muss wiederholt werden", sagte Rasch gestern auf Volksstimme-Anfrage. Berges Wehrleiter Mario Brune - für Rasch demnach noch der offizielle Ansprechpartner - sei darüber ebenfalls gestern in Kenntnis gesetzt worden.

Die neue Wehrleitung wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Sonnabendnachmittag im Sportzentrum Berge gewählt. Mario Brune stand aus persönlichen und beruflichen Gründen für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung. Er hatte für diesen Posten seinen Stellvertreter Dirk Hupe vorgeschlagen. Von Pascal Mattheis gab es einen weiteren Vorschlag: Sein Bruder Alexander Mattheis soll Feuerwehrchef in Berge werden. Als Stellvertreter wurde seitens der alten Wehrleitung Christian Grothe vorgeschlagen. Aus der Versammlung kam mit Michael Peters ein zweiter Vorschlag. Gewählt wurden Mattheis und Grothe.

Während der Wahl hatte Mattheis auf die Feuerwehrsatzung der Stadt hingewiesen. Demnach seien nur aktive Kameradinnen und Kameraden berechtigt, an der Wahl teilzunehmen, die außerdem bis zu 40 Dienststunden pro Jahr abgeleistet hätten. Dabei gehe es um aktiven Dienst im Brandschutz und in der Brandbekämpfung.

Aktiv ist nun auch die Frauengruppe der Feuerwehr Berge, allerdings nicht im engen Sinne des Brandschutzes. Die Frauen engagieren sich vielmehr auf andere Weise - etwa beim monatlichen Reinigen des Gerätehauses, beim Kochen oder Kuchenbacken, bei der Vorbereitung von Veranstaltungen. Für dieses Engagement hatte es zuvor von Wehrleiter Mario Brune noch ein großes Lob gegeben. "Die Frauen sind das Rückgrat unserer Wehr", hatte Brune betont.

Wählen durften sie am Sonnabend nicht, was zu heftiger Kritik führte. Wählen durften nur die Aktiven, und das waren im Fall der Feuerwehr Berge nur die Herren (wir berichteten). Allerdings sollen unter den Wählern auch einige Herren gewesen sein, die ihre Grundausbildung noch nicht abgeschlossen haben. "Damit gehören sie auch noch nicht zu den aktiven Kameraden", sagte Rasch gestern. Die Wahl müsse von daher wiederholt werden.