Gardelegen (pn) l Ein Rettungswagen musste vorige Woche binnen kurzer Zeit zu zwei Einsätzen aufbrechen. Kaum hatten die Retter einen verletzten Radfahrer ins Altmark-Klinikum gebracht, mussten sie schon zu einem Senior fahren, der die Treppe hinuntergestürzt war. Normal sei diese Situation nicht, aber auch nicht außergewöhnlich, teilte Kreis-Sprecherin Birgit Eurich auf Volksstimme-Anfrage mit.

Die Helfer hätten den verletzten Radler schneller als normal übergeben, eine eventuelle Pause wegfallen lassen und die Einsatzabrechnung verschoben. "Da solche Duplizitäten eher selten vorkommen, wird, wie in diesem Fall, die Belastungsgrenze nicht gleich erreicht. Geht es jedoch in Richtung Massenanfall Verletzter - also ab fünf Verletzten - sieht die Situation schon anders aus", so Eurich.

Die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist konnte im Altkreis Gardelegen 2014 immer eingehalten werden. Im Altkreis sind ein Notarztfahrzeug und ein Rettungswagen 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Hinzu kommt in der Zeit von 7 bis 19 Uhr ein weiterer Rettungswagen und ein Krankentransportwagen in der Zeit von 8 bis 16 Uhr. Bei Bedarf wird ein Rettungswagen aus Klötze alarmiert. Davon musste im Altkreis im vergangenen Jahr 59-mal Gebrauch gemacht werden.