Zichtau l Auf der Suche nach geeigneten Nisthöhlen werden die Höhlenbrüter unter den heimischen Vögeln in Zichtau in diesem Jahr wieder ideale Bedingungen vorfinden. Dafür sorgten vor einigen Tagen Grundschüler der Peter-Härtling-Grundschule in Estedt. "Nisthöhlen werden immer rarer, da es immer weniger alte Bäume mit Höhlen in Wald und Gärten gibt wo Meise, Sperling, Kleiber oder Star ihre Jungen aufziehen können", erklärte Alexander Heitmann, Mitarbeiter des Zichtauer Gutes, der die Kinder und einige Eltern bei der Aktion begleitete.

Heitmann, der mit der Natur auch als Jäger sehr verbunden ist, hatte die Nistkästen im Winterhalbjahr mit einem Spezialanstrich und Dachpappe versehen, so dass die Nistkästen eine möglichst lange Lebensdauer haben sollten. Unter seinerAnleitung suchten und fanden Levin Platz, Nele und Malte Krüger aus Estedt, Ole Brune aus Berge und Maik Pieczeit aus Zichtau die besten Plätze für das Aufhängen der zwölf Vogelnistkästen und der drei Fledermauskästen. Gut verteilt hängen sie nun im Zichtauer Gutspark und im Pfefferminzgarten. Um die Nistkästen im Laufe des Jahres kontrollieren zu können, wurden sie nummeriert und ihr Standort in eine Liste eingetragen. "So können wir dokumentieren, welche Vogelart sich dort niederlässt, ", erklärte Alexander Heitmann.

Geschicklichkeit und Schwindelfreiheit war beim Aufsteigen auf die Leiter und dem Befestigen der Kästen mit einem Akkuschrauber gefragt. Beides hatten die Kinder mitgebracht.

Nach soviel Arbeit wollte sich die kleine Gruppe beim Beobachten der Tiere im Rotwildgatter etwas ausruhen. Doch die meisten Tiere versteckten sich im Wald und entzogen sich so den neugierigen Blicken.

Zum spannenden Naturerlebnistag gehörte auch eine kleine Wissensrunde, in der Kenntnisse zu Vogelnamen und Fährten von Wildtieren gefragt waren.

Den krönenden Abschluss des Tages bildete dann ein großes Lagerfeuer mit Grillen.

Bilder