Der Kloster Neuendorfer Andreas Höppner wird der erste Ortsbürgermeister der Linkspartei in der Hansestadt Gardelegen. Kritik gab es bei der Sitzung für den Wahlkampf der CDU.

KlosterNeuendorf l Der Ortschaftsrat von Kloster Neuendorf hat Andreas Höppner zum neuen Ortsbürgermeister gewählt. "Du bist der erste von uns in dieser Position, mögen Dir noch viele folgen", sagte eine sichtlich erfreute Gudrun Gerecke vom Gardeleger Ortsverband der Linkspartei.

Für der Wahl zum Stellvertreter stellte sich Ortschaftsratsmitglied Peter Grzywotz nicht zur Verfügung. "Ich kann mich mit dem, was da von seiten einiger CDU-Vertreter auch aus dem Gardeleger Stadtrat verbreitet wird, nicht einverstanden erklären", sagte der ehemalige SPD-Stadtrat. Er bezog sich dabei auf den Brief von Wolfgang Domenz, den die CDU im Wahlkampf verbreitet hatte (wir berichteten).

"Mit solchen Leuten möchte ich nicht zusammenarbeiten."

Peter Grzywotz, Ortschaftsrat in Kloster Neuendorf

Dieser enthielt harte Vorwürfe und Unterstellungen an Bürgermeister Konrad Fuchs und Mandy Zepig, die vor gut einer Woche zu Fuchs Nachfolgerin gewählt wurde. "Ich halte das für schlechte Politik. Damit habe ich ein Problem", sagte Grzywotz. Und das sei nicht das erste Mal, dass seitens der Union über Zepig hergezogen worden sei. "Mit solchen Leuten möchte ich nicht zusammenarbeiten. Deshalb habe ich keine Lust mehr, Verantwortung zu übernehmen. ", machte Grzywotz klar. Er fügte hinzu, es sei das Mindeste, dass sich die Partei bei Zepig entschuldige. "Solange sich die CDU nicht bei Mandy Zepig entschuldigt, möchte ich in der Kommunalpolitik nicht mehr verantwortlich mitarbeiten", sagte er. "Da gebe ich Dir recht. Da ist eine Entschuldigung fällig", befand auch Andreas Höppner.

Grzywotz schlug Sandro Pott als Stellvertreter vor, der die Nominierung annahm. Einstimmig erfolgte auch für ihn die Wahl. "Willkommen im Klub", begrüßte Andreas Höppner daraufhin humorvoll seinen Stellvertreter.

Dass sie gemeinsam und als Gremium des Ortschaftrates nicht mehr viel bewegen könnten, machte Andreas Höppner deutlich. "Es ist trotzdem wichtig, dass wir uns um unseren Wohnort kümmern. Denn hier vor Ort können wir noch etwas beeinflussen", blickte er auf die zukünftige Arbeit als Ortsbürgermeister voraus.

Von den fünf Ratsmitgliedern waren am Freitagabend drei anwesend. Es fehlten Viola Ernst und Frank Nemec.

 

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