Stendal/Salzwedel (ue/ge) l Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft die Lehrer in der Altmark am Dienstag, 24. März, zum Warnstreik auf. Alle angestellten Lehrer und pädagogischen Mitarbeiter der staatlichen Schulen inklusive der Hochschule Stendal sind aufgerufen, teilzunehmen.

Wie Jens Bierstedt, Vorsitzender des GEW-Kreisverbandes des Altmarkkreises Salzwedel, informierte, werden am kommenden Dienstag vor allem Lehrer und pädagogische Mitarbeiter in den Ausstand treten. Die verbeamteten Kollegen seien zu Solidaritätsaktionen aufgerufen. "Die GEW fordert, wie die anderen Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes, 5,5 Prozent mehr Lohn sowie die seit Jahrzehnten verweigerte tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte", so der Kreisvorsitzende. "Die Arbeitgeber haben uns mit ihrer provokativen Blockadehaltung keine andere Wahl gelassen", erklärte Jens Bierstedt. "Insbesondere die Ankündigung, Einschnitte in der betrieblichen Altersvorsorge vornehmen zu wollen, macht unsere Mitglieder regelrecht wütend."

Es ist damit zu rechnen, dass am Dienstag Unterricht nur eingeschränkt stattfinden wird oder die betroffenen Schulen geschlossen sein werden, heißt es seitens der GEW weiter. Die Gewerkschaft werde die Eltern der Schüler nicht gesondert informieren, sondern gehe davon aus, dass das über die Medien erfolge. Des Weiteren sei man zur Information auch nicht verpflichtet beziehungsweise habe über die Ziele des Warnstreiks bereits während der vergangenen Aktionen informiert.

Die Kundgebung für die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen findet am Dienstag in Leipzig statt. Lehrer und pädagogische Mitarbeiter aus der Altmark werden dann mit Bussen nach Leipzig fahren. "Wir rechnen mit 350 Streikenden. Das sind etwa 50 Prozent aller Pädagogen im Landkreis Stendal", so die Prognose von Sven Oeberst, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Es sei davon auszugehen, dass der Unterricht am kommenden Dienstag an den betroffenen Schulen nur stark eingeschränkt oder gar nicht stattfinden wird.