Die Putzschäden, die unmittelbar nach der Mauerwerkssanierung der Kalbenser Burg zutage getreten sind, werden durch die beauftragte Firma im Zuge der Gewährleistungsfrist behoben. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins.

Kalbe l Auf mehr als 150.000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten für die im Dezember abgeschlossene und bautechnisch bereits abgenommene Mauerwerkssanierung auf der Kalbenser Burg. Umso größer war nun der Unmut darüber, dass sich, wenige Wochen danach, an einigen Stellen schon wieder der Putz aus dem Mauerwerk gelöst hatte. Das Thema hatte jüngst auch den Stadtrat beschäftigt (Volksstimme berichtete).

Doch Abhilfe ist in Sicht. Denn in dieser Woche fand ein Ortstermin auf der Burg statt, an dem neben Planer Bert Schulze und dem zuständigen Bauamtsmitarbeiter Frank Wulff auch der Geschäftsführer der bauausführenden Firma, Helmut Losensky, teilnahm. Und dabei wurde dann festgelegt, dass die Schäden umgehend beseitigt werden.

Von einer unsachgemäßen Ausführung der Arbeiten könne nach Angaben von Frank Wulff ohnehin nicht die Rede sein. Der Putz sei vor allem an jenen Stellen abgebröselt, für die eine Kies-Nachlieferung verwendet worden sei. Inwieweit dieses Material eine Rolle bei der Entwicklung der Schäden gespielt habe, sei schwer zu sagen. "Die betroffenen Bereiche werden jetzt aber abgefegt und noch einmal nachgearbeitet", betonte Wulff.

Er erinnerte dabei auch an den Zeitdruck, der gegen Ende der Baumaßnahme geherrscht hatte. Diese sollte ja unbedingt noch im Dezember beendet werden, weil spätestens zum Turmblasen am Heiligabend das Baugerüst verschwunden sein sollte. Dadurch sei die Firma dann aber in einen Witterungsbereich hineingerutscht, der nicht optimal gewesen sei. "Denn alles unter fünf Grad Celsius ist da bedenklich." Und diese niedrigen Temperaturen hätten unmittelbar vor Bauende bereits geherrscht, so Wulff.

"Haben keine Bereiche, von denen aktuell eine Gefährdung ausgeht." - Bauamtsmitarbeiter Frank Wulff

Nun soll im April mit den Nachbesserungsarbeiten begonnen werden. "Vorher macht es wenig Sinn, weil noch mit Nachtfrösten zu rechnen ist", erklärte der Bauamtsmitarbeiter. Für die Maßnahme sei kein extra Baugerüst mehr erforderlich. Denn sie sei nur in Bereichen vonnöten, die auch via Leiter zu erreichen seien. Und das träfe vor allem auf die sogenannte Kapelle und auf die flache Palas-Mauer zu. An anderen Stellen hätten während des Ortstermins keine Schäden festgestellt werden können.

Ohnehin, so Frank Wulff, "haben wir auf der Burg keine Bereiche, von denen aktuell eine Gefährdung ausgeht".