Vom Klangholz bis zum Geigensolo, ein in Sachen Musikinstrumente wirklich abwechslungsreiches Konzert, moderiert von Claudia Zille, erlebten am Donnerstag die Gäste in der Gardeleger Außenstelle der Kreismusikschule. Was für die Zuhörer ein echtes Vergnügen war, war für die Künstler aber ganz schön aufregend.

Gardelegen l Sie waren unbestritten die Stars des Konzertes - und sie waren auch die ersten, die auftreten durften: Acht Schüler aus dem Fach Musikgarten, das Anna Wolfowski unterrichtet, zeigten nämlich, dass selbst die ganz Kleinen prima den Takt halten und auch schon ganz schön singen können. Mit ihren Klanghölzern und Rasseln musizierten sie sich natürlich augenblicklich in die Herzen der Zuschauer. Zumal das Publikum ja ohnehin in der Hauptsache aus Eltern, Großeltern und Geschwistern bestand, deren Herzen allesamt für junge Musiker schlagen.

Große Freude über die Geschenke des Musikschulfördervereines

Auch wenn an der Musikschule die Familien der Schüler ja des öfteren mit kleinen Vorspielen, Soireen oder Konzerten ihrer Kinder überrascht werden, kam die hübsche Idee gut an, dass sich erstmals auch die ganz Kleinen präsentierten. Und selbst dass sich die jüngsten Stars am Ende offensichtlich viel mehr über die kleinen Geschenke des Musikschulfördervereines, als über den lauten Applaus im Saal freuten, sorgte für verständnisvolles Schmunzeln. Schließlich muss man Prioritäten setzen.

Und die setzten dann auch ganz klar die folgenden Künstler im Konzert. Sie zeigten nämlich deutlich, wie wichtig ihnen die Musik ist. Immerhin muss von Anfang an ordentlich üben, wer mal ein virtuoser Künstler werden will. Konzentriert schauten die jungen Musiker am Donnerstag auf ihre Notenblätter.

Viele Vorträge im Duett oder mit Klavier- und Cembalobegleitung

Ganz ernsthaft präsentierten sich zum Beispiel die Zwillinge Justus und Jakob Osmers. Zwar reichten beide noch gar nicht an die Pedale des Klavieres, trotzdem klappten ihre Stücke, "Dicke Ente" und "London Bridge", schon prima. Selbstverständlich gab es viel Applaus, und bei "Old Mc Donald", das Lilli Jelinski anschließend auf der Blockflöte spielte, wippten viele Zuschauer schon im Takt mit.

Neben zahlreichen jungen Solisten am Klavier und an der Flöte erlebten die Zuhörer auch viele andere Instrumente. So zeigte ihnen Musikschüler Fritz Bosse zum Beispiel, wie toll eine echte Posaune klingt. Cathandra Märtens und Frieda Petruschkat stellten sich auf ihrem Instrument, der Violine vor, begleitet von ihrem Lehrer Jens-Peter Dossin am Klavier oder von seiner Kollegin Simona Dossanova am Cembalo.

Zahlreiche Schüler spielten sogar bereits Musikstücke im Duett

Wiederum mit der Gitarre begleitete Musiklehrerin Claudia Zille dann ihren Schüler Max Schön, der "My Bonny is over the ocean" auf der Blockflöte spielte.

Dass es sich oft viel hübscher anhört mit einer Begleitung, zeigten Emma Frommhagen und Feline Grabert mit zwei wunderschönen Blockflötenduetten von Mozart und Händel. Und auch die Gitarrenschülerinnen von Jürgen Genz, Johanna Claus und Anna-Viktoria Brenneke sowie Pauline Lüder und Lilly Hofmann bewiesen, dass sie zu zweit richtig gut harmonieren. Für ihr "The drunken sailor" und das Boureè von Johann Krieger gab es viel Anerkennung der Zuschauer im übrigens voll besetzten Saal der Musikschule.

Schüler, wie zum Beispiel Helene Blume am Klavier oder auch Susanna Schmökel an der Violine gehörten im Laufe des Programms fast schon zu den alten Hasen der Musikschule. Mit ihren Vorträgen machten sie und auch die anderen "Großen unter den Kleinen" schließlich wohl all jenen Eltern Mut, deren eigene Nachwuchsmusiker zuweilen beim Üben noch nicht immer so ganz den richtigen Ton treffen. Denn auch wenn am Donnerstag natürlich alle wie große Stars spielten, freut sich auch die geduldigste Mama, und der verständnisvollste Papa, wenn es irgendwann mal so richtig schick klingt.

   

Bilder