Der Regionalverband Altmark der Volkssolidarität und das Jugendförderungszentrum haben gestern einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Inhaltlich geht es um eine generationsübergreifende Zusammenarbeit. Rock am Stock mit einer Band und einem Chor gehört dabei zu den zentralen Projekten.

Gardelegen l Jung und Alt gestalten gemeinsam ihre Freizeit und bieten dabei allen Bürgern, die mitmachen wollen, Veranstaltungen und Aktivitäten an - und das generationsübergreifend. Das ist das Ziel einer Kooperationsvereinbarung, die gestern im Büro des Regionalverbandes Altmark der Volkssolidarität unterzeichnet wurde. "Wir freuen uns darauf", sagte Verbandsgeschäftsführerin Monika Pingel, die mit ihrer Mitarbeiterin Iris Lüders den Vertrag seitens der Volkssolidarität unterschrieben hat. Für das Jugendförderungszentrum (JFZ) zeichnete Geschäftsführer Ralf Böse mit seiner Mitarbeiterin Annegret Holz verantwortlich.

Computerkurse, Töpfern und Filzen

Die Kooperation der beiden Einrichtungen, jeweils zuständig für die ältere und jüngere Generation, ist im Rahmen des Projektes Quartiersmanagement der Volkssolidarität entstanden. Dieses Projekt zielt unter anderem darauf, Senioren in den modernen Technikalltag einzubinden, etwa durch Computerkurse. "Wir hatten für unsere PC-Kurse neue Dozenten gesucht", erzählte Iris Lüders. Und die fand die Volkssolidarität mit Annegret Holz im JFZ. Mittlerweile werden ein Anfängerkurs, ein Kurs für Fortgeschrittene und zwei Kurse für "Fortfortgeschrittene" angeboten, wie Iris Lüders es formulierte - jeweils mit durchschnittlich sieben Teilnehmern zwischen 65 und 80 Jahren. Bei den Anfängerkursen möchte Annegret Holz auch die Schulen einbinden, denn die Senioren der Anfängerkurse bräuchten eine Einzelbetreuung. Und das könnten sehr gut Schüler übernehmen.

"Wir haben uns zusammengesetzt und festgestellt, dass es viele Gemeinsamkeiten in der Arbeit mit den Menschen gibt", sagte Lüders. Das habe sich auch schon bei der Patenschaft mit der Reutter-Grundschule gezeigt.

Die erste Klasse der Reutter-Grundschule wird auch wieder am Familiensportfest der Volkssolidarität am 27. Mai teilnehmen, ebenso die Senioren der Lebenshilfe - und zum ersten Mal auch das JFZ, unter anderem mit einem Glücksrad und einem Verkaufsstand mit Handarbeiten wie Töpferwaren.

Töpfer- und Filzkurse sind ein weiteres Angebot im Rahmen der Kooperation. Zu den zentralen Vorhaben gehört jedoch ein generationsübergreifendes Musikprojekt, das derzeit noch den Arbeitstitel Rock am Stock trägt. Nach einem ersten Treffen und dem zweiten Treffen gestern Abend gibt es 18 Frauen und Männer, die unter der Regie von Carsten Roßberg vom JFZ eine Band und einen Chor gründen wollen, um gemeinsam zu musizieren mit dem Ziel, öffentlich aufzutreten und eine CD aufzunehmen. Weitere Hobbymusiker seien dazu willkommen.

Generationsübergreifender Kinospaß im LIW-Saal

Darüber hinaus werden im LIW-Saal Kinonachmittage stattfinden. Dazu soll es Kaffee und Kuchen, Imbissangebote, Popcorn und mehr geben. In dieses Projekt sollen die Teilnehmer von berufsvorbereitenden Maßnahmen des JFZ eingebunden werden. Zurzeit seien es 25 junge Leute, die in den Fachrichtungen Hauswirtschaft und Gaststätten, Metall und Verwaltung tätig seien, erläuterte Ralf Böse. Die Filme sollen in der Gardeleger Bibliothek ausgeliehen werden.

Gemeinsam mit Annegret Holz und Carsten Roßberg sei mit einem interkulturellen Kochen eine weitere Projektidee entwickelt worden. Dabei sollen Flüchtlingsfamilien eingebunden werden. "Ein Schau- oder Mitkochen, vielleicht in Verbindung mit einem Filmvortrag über andere Länder, wie Syrien", meinte Iris Lüders.

Mit Zeitzeugen-Filmen und -interviews soll eine andere Projektidee umgesetzt werden. Senioren sollen in Gesprächsabenden Kindern und Jugendlichen aus der Vergangenheit erzählen. Denkbar sei, dass zum 70-jährigen Bestehen der Volkssolidarität im Oktober ein Zeitzeugenfilm gedreht werden kann. "Die Kooperation ist eine gute Sache. Wir freuen uns darauf", betonte Iris Lüders.

Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich im Volkssolidaritätszentrum oder im JFZ melden.

Kontakt: Volkssolidaritätszentrum, 03907/80730, Jugendförderungszentrum, 03907/80180.