In zwei Stunden waren am Sonnabend viele Müllsäcke gefüllt. Zig Kalbenser sorgten beim Osterputz dafür, dass die schönen, grünen Ecken der Stadt noch besser aussehen.

Kalbe l Als Corinna Köbele mit einigen Flüchtlingen zu Fuß vom Petersberg zum Pionierpark kam, staunte sie nicht schlecht am Sonnabendmorgen. "Das ist ja Wahnsinn, was da alles zusammengekommen ist", so die Vorsitzende des Künstlerstadt-Vereines, der die Osterputzaktion "WIR für unsere Stadt" initiiert hatte. Obgleich der Einsatz recht kurzfristig angesetzt worden war, waren zahlreiche Vereine dabei.

Mitglieder des Kultur- und Heimatvereines machten den Denkmalsplatz frühlingsfrisch. Dort wurden Sträucher beschnitten und vor allem die Beete geharkt, so dass die Frühblüher nun auch richtig zur Geltung kommen können. Betrieb herrschte auch im Kurpark. Dort waren Eltern und Kinder der Kita Märchenland fleißig und füllten die blauen Müllsäcke. Das Geräusch des Tages beim Sammeln: klirrendes Glas. Immer wieder fanden die Sammler leere Flaschen. "Wir haben alles dabei, Schnapsflaschen, kleine, große", sagte Falk Kaiser, der mit Mitgliedern des Angelvereines am Burggraben aktiv war. Ein Sack nach dem anderen füllte sich - und alle wurden am Sonnabend auch noch abgeholt. Dafür sorgten die Stadtmitarbeiter Maik Becker und Mirko Wolff, die auch für die Verteilung der Müllsäcke zuständig waren.

Köbele und weitere Künstlerstadt-Mitglieder sammelten den Müll zunächst am Petersberg. Und das zusammen mit den Flüchtlingsfamilien, die dort leben. Knapp 20 Frauen, Männer und Kinder waren dabei und reinigten das Gebüsch am Spielplatz und die Wiese. Im Gebüsch fand sich nicht nur Haus-, sondern auch Sperrmüll: ein Korbsessel. Nasse Füße hätten sich bald die Sammler im Pionierpark geholt - als sie zu viert einen großen Treckerreifen aus dem Teich fischten. Und auch dort wieder das Bild: Glasflaschen und Plastikmüll weit verteilt. Die Mitglieder des Tennisvereines hatten schon um 8.30 Uhr mit dem Osterputz im Pionierpark angefangen. Dort trafen sich am Ende viele Helfer, so auch die Mitglieder des Tourismusvereines, die den Roten Wall beräumten. Einzig die Feuerwehr musste wegen eines Lehrgangs kurzfristig absagen. Köbele dankte allen Helfern für ihre Bereitschaft, "unsere Stadt noch attraktiver und schöner zu machen".

   

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