Altmark (ma/bb) l Das Sturmtief "Mike" hat die Altmark in der Nacht zum Montag fest im Griff gehabt. Mit gemessenen Geschwindigkeiten von 85 bis 100 Kilometern pro Stunde, fegte der Wind über die Region. Nach Angaben der Bundespolizei in Stendal, wurden mehrere Bäume und Verkehrsschilder umgerissen -- örtliche Feuerwehren mussten 17 Mal ausrücken, um Straßen zu beräumen. Und ein Ende scheint vorerst nicht in Sicht. Grund: Ein weiteres Sturmtief ist im Anmarsch. Ab der Nacht zum Dienstag droht eine neue landesweite schwere Sturmlage.

Was bisher geschah

Salzwedel: Zwischen Bergen/Dumme (Niedersachen) und Cheine (Altmarkkreis Salzwedel) knickte gegen Mitternacht eine große Tanne auf die Bundesstraße 71. Die freiwilligen Feuerwehren Seeben und Cheine waren mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort.

Zur gleichen Zeit stellten Beamte in Brietz fest, dass sich das Ortseingangsschild aus der Verankerung gelöst hatte. Durch den andauernden Sturm konnte das Schild jedoch von den Polizisten nicht befestigt werden und wurde sicher abgelegt. Die Beamten kontaktierten die Straßenbaubehörde.

Auch zwischen Stappenbeck und Pretzier waren Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, um gegen 0.30 Uhr einen Baum von der Straße zu räumen. Fliegen lernte dagegen ein Trampolin am Ortsausgang von Hoyersburg. Grund: Der Wind hob es an und beförderte es auf die Bundesstraße 248 in Richtung Lüchow.

Klötze: Die Feuerwehren Röwitz und Neuferchau waren zwischen Klötze und Kusey im Einsatz, um die Straßen zu beräumen.

Kalbe: Auch in der Einheitsgemeinde Kalbe verselbstständigten sich Bäume durch den andauernden Sturm. Hier beräumten Polizeibeamte die Straße. Baustellen- und Umleitungsschilder flogen in Güssefeld auf den Kreuzungsbereich Kirchstraße/Bühner Straße.

Stendal: Durch Schäden an der Oberleitung war die ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover über Stendal etwas in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass einige Züge in der Nacht bis zu einer Stunde Verspätung hatten. Ab 6 Uhr gab es keine Probleme mehr an der Strecke. Jedoch gab der Deutsche Wetterdienst heute bekannt, dass ein neues Sturmtief im Anmarsch ist: Denn Sturmtief "Niklas" folgt seinem Vorgänger "Mike" auf der gleichen Nord-Route - hat aber noch mehr Kraft. Ab der Nacht zum Dienstag droht daher eine neue landesweite schwere Sturmlage. An die ganz großen Stürme vom Kaliber "Kyrill", der 2007 verheerende Schäden in zahlreichen Regionen der Altmark verursacht hat, kommt der neue zwar nicht ran - unterschätzen sollte man ihn aber nicht, so Experten vom Deutschen Wettdienst.