Gardelegen (cah) l Vor gut einem Jahr wurde seitens der städtischen Wirtschaftsförderung die Innenstadtoffensive Stadt im Gespräch gestartet. Ziel ist es, das Innenstadt zu beleben, zu einem Zentrum für Kultur und Begegnung auszubauen, den Handel zu unterstützen. Erste Aktionen wurden bereits gestartet, etwa das Bepflanzen der Baumringe in der Fußgängerzone, die erfolgreiche Nikolaus- und Adventskalenderaktion und die Gestaltung von leerstehenden Schaufenstern. Initiiert hatte die Innenstadtoffensive Mandy Zepig, in der Stadtverwaltung für Marketing und Wirtschaftsförderung zuständig. Jetzt hat sie einen ganzen Maßnahmekatalog für die Innenstadtoffensive erarbeitet mit vielen Punkten, die noch realisiert werden sollen - mittel- und langfristig - oder die bereits in der Realisierungsphase sind. Den Fachgremien des Stadtrates und dem Stadtrat selbst liegt dieser Maßnahmekatalog als Mitteilungsvorlage vor. Nachfolgend einige Beispiele:

Kommunikation:

Geschäftsneueröffnungen oder sonstige Entwicklungen sollen künftig auf der Homepage der Stadt unter Aktuelles mitgeteilt werden. Grundsätzlich müsse das gemeinsame Wirken aller Beteiligten in der Innenstadt in Sachen Werbung an Bedeutung gewinnen, etwa bei der Nutzung von Facebook und Twitter oder die Erstellung einer eigenen Homepage. Erste Gespräche mit Händlern hätten bereits stattgefunden. Mit der Einführung von Aktionskarten oder Gutscheinen könnten teilnehmenden Geschäfte Rabattaktionen anbieten und dadurch einen Anreiz schaffen, in der Innenstadt einzukaufen.

Zwischennutzung

Leerstehende Geschäfte seien störend in der Innenstadt. Denkbar sei, eine Zwischennutzung zu organisieren, etwa als Atelier für Künstler oder Handwerker. Dazu sollen Gespräche mit der Künstlerstadt Kalbe geführt werden.

Mobilität

Viele Geschäfte seien mit Treppenanlagen ausgestattet. Um mehr Barrierefreiheit zu schaffen, könnten gemeinsam mit den Gewerbetreibenden mobile Rollstuhlfahrerrampen angeschafft werden. An verschiedenen Orten seien Standorte für Leihfahrräder denkbar.

Aufwertung

Familien mit Kindern sollen sich in der Innenstadt wohlfühlen. Es soll gemütlich sein. Das könne mit dem Aufbau von Spielgeräten erreicht werden. Ein weiteres Projekt ist dazu auch ein öffentlicher Bücherschrank. Die Besucher der Innenstadt können Bücher mitnehmen (ohne Bezahlung) und andere Bücher hineinstellen.