Gardelegen (dly) l Nach einem Roman (2013), einem Video (2013) und einem Kinderbuch (2014) hat der Gardeleger Torsten Haarseim jetzt ein Sachbuch veröffentlicht, in dem er sich erneut mit dem Massaker vom 13. April 1945 in und an der Feldscheune Isenschnibbe beschäftigt. Das Buch "Gardelegen 1945 - Dokumentation des Unfassbaren" erzählt sachlich und sehr detailliert die Geschichte des Verbrechens, bei dem 1016 KZ-Häftlinge am Ende ihres Todesmarsches umgebracht wurden.

Zur Dokumentation gehören die Todesmärsche und ihre Hintergründe, die handelnden Personen in Gardelegen, die schreckliche Tat selbst, die Tage nach dem Einmarsch der Amerikaner, die Beisetzung der Opfer und die Gedenkkultur zu DDR-Zeiten und seit der Wende. In seinem Buch, das umfangreich bebildert ist, listet Torsten Haarseim die Opfer und die Überlebenden auf und ergänzt nach umfangreichen Recherchen das bisherige Totenbuch der Mahn- und Gedenkstätte.