Salzwedel (me) l Altmarkkreis und Gemeinden haben dem Eichenprozessionsspinner den Kampf gemeinsam angesagt. Schon im vergangenen Jahr hatte der Kreis die Initiative ergriffen und war auf die Kommunen zugegangen. Ziel war, 2015 in einer konzertierten Aktion die Eichen an neuralgischen Punkten wie Kindergärten oder Sportplätzen sowie an Straßen und Radwegen zu behandeln. Rund 12000 Bäume sind ermittelt worden, die in Frage kommen. Ein logistisch aufwändiger Prozess, wie der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde Herbert Halbe erklärte. Auch die Ausschreibung sei eine Herausforderung gewesen. "Wir haben 23 Lose vergeben, damit sich auch Kleinbetriebe beteiligen können", sagte Halbe. Es sei schwer einzuschätzen, wie hoch der Befall ausfalle, für einzelne Bäume sei das kaum möglich.

Den Raupen und ihren Gespinsten soll es mechanisch oder chemisch an den Kragen gehen. Vor allem auf Spielplätzen, auf dem Gelände von Kindertagesstätten, Schulen oder auf anderen Plätzen mit Publikumsverkehr komme nur ein Absaugen der Nester in Frage. An Straßen, Wegen oder Orten, die weniger frequentiert sind, sollen Insektizide zum Einsatz kommen, die mittels Hochdruckspritzen von unten auf die Bäume gesprüht werden. Das ist die preislich günstigere aber trotzdem effektive Variante.

Aufgrund der gemeinsamen Ausschreibung seien gute Konditionen für beide Bekämpfungsmethoden erzielt worden. Davon sollen auch die Bürger, die Eichen auf ihren Grundstücken haben, profitieren. Sie können sich bei ihrer jeweiligen Gemeinde melden, die sie in den Aktionsplan aufnimmt, informierte der Amtsleiter. Dadurch seien geringere Kosten als bei privaten Auftragsvergaben möglich.

Für die chemische Behandlung gilt ein enger Zeitrahmen. Wenn die Eichen sich belauben, muss das Sprühen in den nächsten 14 Tagen erfolgen. Das Absaugen sei jederzeit ermöglich und etwa bis August sei es sinnvoll.