Wie können die Bewirtschaftungskosten im Jugendclub Altmersleben reduziert und wie können auch die Nachwachsenden in das Clubleben integriert werden? Fragen, mit denen sich der Ortschaftsrat jüngst befasste.

Altmersleben l "Unser Jugendclub ist wirklich ein Leuchtturm. Und er sollte unbedingt in kommunaler Hoheit bleiben", sagte Altmerslebens Ortsbürgermeister Bernd Pawelski während der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Dort stand das Thema Jugendclub auf der Tagesordnung, weil es unter anderem darum ging, wie auch die Teenager des Dorfes in das gut funktionierende Clubleben integriert werden können. Dieses ist nämlich in erster Linie Sache von Einwohnern, die das 20. Lebensjahr bereits deutlich überschritten haben. Dazwischen gäbe es leider eine Art Alterslücke, wie der Ortsbürgermeister deutlich machte.

Weil ein Teil der Clubnutzer am Mittwochabend anwesend war, konnte aber gleich während der Ortschaftsratssitzung geklärt werden, dass der Nachwuchs jederzeit gern gesehen sei. So stehe ihm der Club, der vorwiegend am Wochenende genutzt werde, auch heute Abend wieder offen, wie die Älteren betonten. Die Schlüsselhoheit obliegt ihnen selbst. Und das funktioniere auch seit vielen Jahren sehr gut, wie der Ortsbürgermeister erklärte.

Er nutzte am Mittwoch aber auch die Gelegenheit, einmal die Bewirtschaftungskosten des Clubs zu beleuchten. Sie lagen im vergangenen Jahr bei 1838,20 Euro, wobei allein rund 1600 Euro auf Heizung und Energie entfielen. Das sei doch recht hoch. "Und wir sollten hier einmal überlegen, ob und wie man das günstiger regeln kann", merkte Bernd Pawelski an. Die Clubnutzer hatten aber auch eine plausible Erklärung. Denn einer der Heizkörper, die auf Elektrobasis funktionieren würden, sei wegen eines Defektes nicht richtig steuerbar. Es sei bereits versucht worden, das Problem in Eigenregie mithilfe einer Fachkraft zu lösen, doch gäbe es leider keinen günstigen Ersatz. Nötig wäre eine Investition von mehreren hundert Euro, wie die Clubnutzer deutlich machten. Hier müsse vielleicht auch einmal mit der Stadt gesprochen werden. Ansonsten hätten sie den Club ja größtenteils in Eigenleistung hergerichtet. "Und wann immer man dorthin kommt, ist es ordentlich. Man kann wirklich stolz sein auf das, was dort geschaffen worden ist", betonte Bernd Pawelski.

Auch die anderen Ortschaftsratsmitglieder sprachen sich für den unbedingten Erhalt der Einrichtung aus. "Der Club ist ja quasi ein Selbstläufer", und das schon seit Jahrzehnten, wie auch Steffen Liermann deutlich machte. Dennoch, auch darin war sich der Rat einig, müsse der Stadt Kalbe als Trägerin des Objektes Entgegenkommen gezeigt werden. Und auch die Clubnutzer wollen ihrerseits überlegen, wie sie dazu beitragen können, die Bewirtschaftungskosten zu reduzieren.

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