Kalbe l Nur 150 Meter vor dem Ortseingang von Kalbe hat sich Montag am frühen Nachmittag ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet. Dabei starb der 54-jährige Beifahrer eines Lkw Mercedes. Der 30-jährige Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Hubschrauber ins Johanniter-Krankenhaus nach Stendal geflogen.

Der mit Mutterboden beladene Lkw war um 12.50 Uhr aus Richtung Neuendorf nach Kalbe unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve plötzlich nach rechts von der Straße abgedriftet war und auf einer Länge von etwa 40 Metern die Bankette durchpflügt hatte. Schließlich war er auf die Seite gekippt, wobei er auf der Beifahrerseite frontal mit einem Baum kollidiert war.

Die Sirenen in Kalbe heulten kurz vor 13 Uhr. Sofort machte sich die Feuerwehr auf den Weg zum Ort des Geschehens. Für den eingeklemmten Beifahrer kam allerdings jede Hilfe zu spät. Er konnte auch nicht sofort aus dem völlig zerstörten Führerhaus geborgen werden, weil erst auf eine Spezialfirma gewartet werden musste, die den Lkw anhob.

Der Fahrer indes erhielt eine medizinische Erstversorgung vor Ort. In dieser Zeit wurde der Rettungshubschrauber samt Notarzt angefordert. Er landete dann auf einer Wiese direkt neben der Unfallstelle und nahm den Verletzten wenig später mit. Zwischenzeitlich trafen auch Angehörige ein, die erst von Einsatzkräften vor Ort und dann von einer Mitarbeiterin des Kriseninterventionsdienstes des Altmarkkreises Salzwedel betreut wurden. Auch der Chef des betroffenen Fuhrunternehmens war umgehend an die Unglücksstelle gekommen.

Die Polizei sperrte die Straße sowohl an der Kalbenser Milde-Brücke als auch an der Kreuzung in der Neuendorfer Ortsmitte ab. Der Verkehr wurde von dort aus weiträumig umgeleitet. Denn die Straße musste wegen der schwierigen Bergungsarbeiten stundenlang voll gesperrt werden.