Gardelegen l Viele kulinarische Angebote, ein abwechslungsreiches Programm und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten sorgten dafür, dass Groß und Klein auf ihre Kosten kamen. Die Organisatoren zeigten sich sehr zufrieden mit der Resonanz. Knapp 30 Händler und Gewerbetreibende beteiligen sich am Knospenknallen, öffnen Geschäfte und Gaststuben und bringen sich mit verschiedenen Aktionen ein. "Eine solche Veranstaltung steht und fällt mit dem Wetter. Wir haben großes Glück mit dem Wetter. Viele Menschen sind unterwegs und statten unserem Fest einen Besuch ab", freute sich Claudia Steffens, Vorstandsmitglied des Gardeleger Gewerbevereins. Der Verein organisierte die Veranstaltung wieder in Zusammenarbeit mit der Hansestadt.

Quiz: Tatjana Bär tippte auf 960 Ostereier

Sehr erfreulich sei, so Steffens weiter, dass sich fast alle Geschäftsleute der Innenstadt beteiligt und mit eigenen Aktionen oder kulinarischen Angeboten zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hätten. Den Besuchern schien es zu gefallen. Zum Auftakt um 13 Uhr war die Resonanz zwar noch verhalten, aber gegen 14 Uhr füllte es sich zusehends in der Fußgängerzone und noch eine weitere Stunde konnte man von einer gut gefüllten Innenstadt sprechen.

Auf eine rege Beteiligung stieß das Oster-Quiz. Es galt, die Gesamtzahl der Osterereier zu schätzen, mit denen die Gewerbetreibenden ihre Schaufenster dekoriert hatten. Am späten Nachmittag fand die Auswertung statt. Die 24-jährige Tatjana Bär aus Gardelegen lag mit ihrem Tipp am besten. Sie schätzte die Zahl der Deko-Eier auf 960. Insgesamt waren die Schaufenster mit 973 Eiern geschmückt worden, informierte Mandy Zepig, Wirtschaftsförderin der Hansestadt Gardelegen. Sie war an der Vorbereitung des Knospenknallens beteiligt und wertete am Sonntagnachmittag das Ostereier-Quiz aus. Die Gewerbetreibenden hatten für die Aktion zahlreiche Gutscheine und Sachpreise zur Verfügung gestellt. Aber es waren auch andere Angebote, die die Gäste in die Innenstadt lockten. So fand auf dem Rathausplatz ein Schau-Brotbacken statt.

Grüner Tisch: Ringkamp zieht Zwischenbilanz

Selbst der Osterhase (Marco Rehling) war im Festgebiet unterwegs - und verteilte noch farbenfrohe Eier an viele Besucher, die er offenbar zu Ostern nicht verteilt bekam.

Der Grüne Tisch - eine Aktion der Gartenakademie des Rittergutes Zichtau - hatte sich ebenfalls am Rathaus platziert. Projektleiterin Christa Ringkamp war vor Ort, um Interessierte allgemein über das Projekt und ganz konkret zu beraten, was jeder tun kann, um seinen eigenen Garten ertragreich, aber biologisch zu bewirtschaften und etwas für die biologische Vielfalt zu tun. Mit insgesamt fünf Gartenberatern und dem besagten grünen Tisch tourt die Gartenakademie gegenwärtig über die kleinen Städte und Dörfer der gesamten Altmark. Die Aktion wird noch auf ganz Sachsen-Anhalt ausgedehnt.

"Die Resonanz ist unterschiedlich. Während in einem Dorf manchmal nur ein bis zwei Leute das Beratungsangebot nutzen, kommen im nächsten Ort vielleicht zehn bis 20. Insgesamt kann ich bislang eine positive Zwischenbilanz ziehen", sagt Ringkamp. Wer bereits einen besonders ökologisch angelegten Garten hat, kann diesen im Rahmen der Aktion klassifizieren lassen. Das trifft nicht nur auf Privatgärten zu, sondern auch auf kommunale Flächen. "Immerhin haben wir bislang allein in der Altmark bereits 70 Gärten klassifiziert - vor allem Privatgärten."

Julius Beck trinkt Schnaps aus dem Spazierstock

Auch eine Wallführung durch Rupert Kaiser in der Rolle des Gardeleger Uralt-Bürgermeisters Julius Beck stand wieder auf dem Programm. Der schlossen sich knapp 20 Personen an - vom Kind bis zum Senior. Von der Touristinformation aus ging es zum Stadtwall, wobei Rupert Kaiser auf informative und zugleich humorvolle Weise auf die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten entlang des idyllischen Weges aufmerksam machte.

In der Rolle von Julius Beck war er gutbürgerlich kostümiert und ausgestattet mit einem Schnaps gefüllten Spazierstock, aus dem er sich ab und an auch ein Schlückchen gönnte. Bei schönstem Frühlingswetter genossen die Teilnehmer die Wanderung sichtlich. Für witzige Auflockerung mit Otto-Reutter-Gedichten sorgte dabei Manfred Brandt. Am Ende der Wanderung stärkten sich die meisten am Stand der Volkssolidarität mit Kuchen und Kaffee. Am Plantschbecken waren auch Tische und Sitzgruppen aufgebaut worden, die zum Verweilen einluden.

   

Bilder