Quarnebeck l Am 20. August 2013 hat das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) der GDF Suez GmbH die Erlaubnis erteilt, im sogenannten "Feld Kunrau" Erdgas aufzusuchen, Dagegen regt sich in der Bevölkerung vermehrter Widerstand und es heißt: Wehret den Anfängen. Das wurde am Dienstagabend auch bei einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative (BI) "Kein CO2-Endlager Altmark" in Quarnebeck deutlich. Hier wurden den etwa 50 Teilnehmern zunächst zwei Filmbeiträge gezeigt, die über die möglichen Gefahren der Erdgasförderung, insbesondere beim Fracking hinwiesen. Lothar Lehmann von der BI fügte hinzu, dass die Lagerstätten nur kurze Zeit Erträge brächten und dass damit nicht mal zehn Prozent des Ergasbedarfs gedeckt werden könnten.

Im weiteren Verlauf der Versammlung verlas sein BI-Kollege Christfried Lenz einen Brief, den Michael Ziche an Wirtschaftsminister Hartmut Möllring gesendet hat. Darin schreibt der Landrat, dass der Altmarkkreis Salzwedel in seiner Stellungnahme vom 13. Dezember 2012 darauf hingewiesen habe, dass sich in dem betroffenen Bereich vier Trinkwasser- sowie mehrere Naturschutzgebiete befänden, wo Bohrungen verboten seien. Ferner kritisiert Michael Ziche, dass das LAGB weder den Kreis noch die Gemeinden hinreichend an dem Verfahren beteiligt habe. Dezufolge liege eine Rechtswidrigkeit vor und es bestünde Klärungsbedarf.

Diesen Ausführungen schlossen sich Klötzes Bürgermeister Matthias Mann (CDU) sowie die Landtagsabgeordneten Dorothea Frederking (Bündnis 90/Die Grünen) und Jürgen Barth (SPD) an.

Fakt ist, dass alle Anwesenden gespannt darauf sind, ob und wie Hartmut Möllring auf die Zeilen des Landrates reagiert.

Im Folgenden machte sich die Runde darüber Gedanken, wie man den Protest gegen die beabsichtigte Ausweitung der Erdgasförderung um 328 Quadratkilometer zum Ausdruck bringen könnte. Vorgeschlagen wurde, eine Karawane mit Reitern, Kremsern oder Fußgängern zu organisieren, um Öffentlichkeit zu erregen. Außerdem verabschiedeten die Anwesenden eine Resolution.