Stebndal (ge) l Seinen 25. Geburtstag feierte der Landeslandfrauenverband Sachsen-Anhalt am Sonnabend in Stendal. "Was Landfrauen anpacken, da wird was draus. Halbe Sachen gibt es bei uns nicht", stellte Landesvorsitzende Sibylle Klug, die auch den mitgliederstärksten Kreisverband der Landfrauen führt - Stendal mit rund 250 Mitgliedern - selbstbewusst an den Anfang ihrer Rede, um dann vieles von dem zu streifen, was ihren Eingangssatz bekräftigte. Da kam die Sprache auf Qualifikationsangebote für Frauen, auf die berufsständische Interessenvertretung, auf Gesundheitsprojekte wie den Ernährungsführerschein in Grundschulklassen, Projekttage auf Bauernhöfen und auf das jüngste Kind des Landeslandfrauenverbandes, das Projekt "PowLa (Paula gesprochen) - Frauenpower bringt Demokratie aufs Land". Ein Projekt, das Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens besonders würdigte. Vor dem Hintergrund rechtsextremer Tendenzen sei es wichtig, dafür zu sensibilisieren, für ein gemeinschaftliches Leben mit Weltoffenheit und Toleranz einzutreten, antidemokratische Haltungen zu erkennen und seine demokratischen Rechte und Möglichkeiten warzunehmen.

Ein Höhepunkt der Festveranstaltung war die Übergabe der Zertifikate an die ersten im Rahmen des PowLa-Projektes ausgebildeten Demokratieberaterinnen. Es sind Gundula Heinrich aus Genthin, Christine Haag aus Güsen, Petra Munday-Eichler aus Aschersleben, Christine Müller, Doris Kaiser und Silvia Schuchert (alle aus Jessen), sowie Margit Mehr aus Annaburg, Barbara Bleis aus Schönhausen (Altmark) und Alexandra Tinneberg aus Meßdorf.