Gardelegen (iwi) l Der Unfall endete glimpflich, doch wegen Gefährdung des Straßenverkehrs wurde ein 28-jähriger Gardeleger zu einer Geldstrafe von 1050 Euro verurteilt. Außerdem bleibt sein Führerschein für sechs weitere Monate eingezogen.

Der Mann hatte am 29. August 2014 einen Unfall auf der Bundesstraße 188 zwischen Solpke und Gardelegen verursacht, als er mit seinem Pkw nach links auf die Gegenfahrbahn abgekommen war. Der Fahrer des ihm entgegenkommenden Fahrzeugs konnte zwar noch nach rechts ausweichen, aber die Kollision der Autos nicht mehr verhindern.

Gleich nach dem Unfall hatte der Gardeleger im Beisein der Polizei angegeben, dass er einen Sekundenschlaf gehabt hätte. Vor Gericht gab er den Sekundenschlaf erneut zu, allerdings nicht, dass er übermüdet gewesen sei. "Ich bin ganz normal gefahren und plötzlich hatte ich einen Sekundenschlaf", so der Angeklagte. Der Strafrichter sagte nach der Urteilsverkündung, 30 Tagessätze à 35 Euro, dass er hätte merken müssen, dass er nicht mehr fahren könne. Bei dem Unfall waren alle beteiligten Personen unverletzt geblieben.

Der Mann war zum Zeitpunkt des Unfalls auf der Heimfahrt von der Arbeit in Wolfsburg, wo er etwa zehn Stunden tätig gewesen war.