Gardelegen/Klötze (iwi) l 600 Euro Geldstrafe muss ein Klötzer zahlen, weil er zwei Mitarbeitern des Jobcenters mit dem Einsatz einer Waffe drohte. Der Mann hatte einen Bescheid vom Jobcenter erhalten, der besagte, dass er 3000 Euro zurückzahlen muss. Daraufhin rastete er am Telefon aus. Die Zeugin sagte aus, dass er geäußert hätte, ob er erst eine Waffe holen und ein bisschen rumschießen müsse. Er wisse nicht, wie er das bezahlen solle. Nachdem er die Drohung ein zweites Mal äußerte, beendete die Sachbearbeiterin das Gespräch. Auch einen zweiten Mitarbeiter bedrohte er in ähnlicher Form. Pikant dabei: Der Mann war als Mitglied eines Schützenvereins im Besitz von zwei Waffen. Die Waffenbesitzkarten wurden ihm zwischenzeitlich entzogen. Bei der Verhandlung zeigte sich der Mann wenig einsichtig. Er bestritt die Tat zwar nicht, Reue zeigte er jedoch nicht. Stattdessen sagte er im Verlauf der Verhandlung bockig: "Ich sage keinen Ton mehr." Zuvor hatte er angegeben, dass ihn das Amt drangsaliere. Zu 60 Tagessätzen à 10 Euro verurteilte der der Strafrichter den 63-Jährigen. "Die Leute von der Verwaltung machen ihren Job. Das, was Sie sich als Waffenbesitzer erlaubt haben, schlägt dem Fass den Boden aus", wandte sich der Richter an den Verurteilten.