Gardelegen/Mieste (cah) l Bezüglich der Privatisierung von Sauna und Fremdenzimmer am Miester Freibad gibt es noch keinen neuen Sachstand. Mit der Pächterin der Gaststätte am Freibad würden Gespräche geführt. Die Stadt habe angeboten, dass sie auch die Sauna und die Fremdenzimmer übernimmt und dann in privater Regie führe, informierte Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs am Montagabend im Stadtrat. Er reagierte damit auf eine Anfrage von SPD-Stadtrat Jörg Marten, der sich nach dem Stand der Verhandlungen erkundigt hatte.

Sollte sich die Gaststättenpächterin gegen eine Übernahme von Sauna und Fremdenzimmer entscheiden, dann werde die Stadt den Pachtvertrag für die Gaststätte nicht mehr verlängern. Stattdessen soll dann der Gesamtkomplex neu ausgeschrieben werden.

Mit diesem Thema hatte sich auch der Miester Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Ortsbürgermeister Kai-Michael Neubüser hatte informiert, dass derzeit "zielführende Gespräche" laufen würden. Ortsrat Uwe Langkau erinnerte in diesem Zusammenhang an das Bäderkonzept der Stadt bezüglich des seit Jahren geschlossenen Freibades in Mieste. "Was ist daraus geworden, ein Haufen Papier, der in der Ecke liegt?", so Langkau. "Wir brauchen wieder ein Freibad", meinte auch Ortsrätin Gerda Klopp. Mieste sei schließlich ein großer Ort mit zwei Schulen, zwei Kindergärten.

Er könne sich gut vorstellen, dass mit der Privatisierung auch eine Bademöglichkeit wieder geschaffen werden kann, so Neubüser. Eventuell mit allen Ortsansässigen, dem Förderverein Freibad Mieste und vielen Helfern.