Gardelegen (apu) l In der Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen beginnt in den nächsten Tagen die chemische Bekämpfung des Forstschädlings Eichenprozessionsspinner. Das teilte gestern Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs mit.

Wie die Fachbereichsleiterin für Ordnung und Sicherheit, Birgit Matthies, ausführte, wurde die Bekämpfungsaktion in diesem Jahr erstmals für den gesamten Altmarkkreis Salzwedel ausgeschrieben. Den Zuschlag habe eine Fachfirma aus dem hessischen Gründau erhalten. "Wir stehen selbst bereits mit dem Unternehmen im Kontakt, damit die Aktion sofort beginnen kann, wenn es soweit ist. Der Zeitpunkt, in der das Spritzmittel angewendet wird, muss optimal sein, damit ein möglichst großer Erfolg erzielt wird. Ausschlaggebend sind die Witterung und das Entwicklungsstadium der Raupen sowie des austreibenden Eichenlaubs", erklärte Matthies, die davon ausgeht, dass die Maßnahmen in den kommenden zwei Wochen anlaufen werden.

Wie die Fachbereichsleiterin weiter erläuterte, würden seitens der Einheitsgemeinde Bäume und kleinere Baumbestände der öffentlichen Bereiche behandelt. Als Beispiele nannte sie Grünanlagen, Friedhöfe sowie Grünbereiche von Kindergärten und Schulen.

Großflächige Behandlung wird es nicht geben

"Eine großflächige Behandlung von Eichenbeständen wird es nicht geben. Das wäre finanziell nicht tragbar. Allein die jetzt anlaufende Aktion schlägt für Gardelegen mit 20000 Euro zu Buche. Eine großflächige Bekämpfung würde Hunderttausende kosten", betonte Konrad Fuchs. So sei es leider auch nicht möglich, die Raupenbekämpfung etwa entlang stark betroffener Radwege zu realisieren, so wünschenswert das auch wäre.

Erstmals werden in größerem Maß Anfragen von privater Seite berücksichtigt. "Betroffene Grundstückseigentümer können ihre Bäume spritzen lassen. Die Kosten dafür sind deutlich geringer, als wenn die Leute die Bekämpfung selbst in Auftrag geben würden", meinte Matthies.

Der Verwaltung liegen zahlreiche private Anmeldungen vor. Noch nimmt die Verwaltung Bedarfsmeldungen unter der Telefonnummer 03907/716140 entgegen. Eile sei jedoch geboten, da die Bekämpfung in Kürze anläuft und in jedem Fall konkrete Absprachen notwendig seien, so Birgit Matthies.