Seit mehr als 20 Jahren nutzt die Schützengilde Kalbe ein ehemaliges GST-Objekt bei Vahrholz. Und seit mehr als 20 Jahren gibt es dort lediglich einen Toilettenwagen. Das soll sich nun ändern.

Kalbe/Vahrholz l Die Kalbenser Schützengilde plant umfrangreiche Baumaßnahmen. Denn nach mehr als 20 Jahren, in denen die Vereinsmitglieder und ihre Gäste lediglich auf einem Toilettenwagen ihre Notdurft verrichten konnten, soll nun ein eigener Sanitärbereich im Schießstand geschaffen werden. Vorbereitungen dazu gibt es bereit seit 2014. Und auch die Baugenehmigung liegt nach Angaben des Vereinsvorstandes bereits vor.

Da nach aktueller Kalkulation aber von einer Investitionssumme in Höhe von rund 25000 Euro auszugehen ist, will der Verein über das Programm zur Sportstättenförderung einen Zuschuss beantragen. Dieser kann allerdings nur gewährt werden, wenn das Objekt für mindestens 15 weitere Jahre für sportliche Zwecke genutzt wird. Und dazu fasste jetzt der Stadtrat einen Beschluss. Er gab sein einstimmiges Ja zu einer entsprechenden Änderung der seit Februar 1994 bestehenden Nutzungsvereinbarung.

Immerhin ist die Kommune Eigentümerin des Areals nahe Vahrholz, auf dem sich zu DDR-Zeiten ein Stützpunkt der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) befand. Aus jener Epoche stammt auch der Holzbungalow, der nach wie vor von den Schützen als Lagerraum genutzt wird, in dem es aber auch keine Toilette gibt. Und das ist ein Manko des Schießstandes, der ansonsten als absolutes Vorzeigeobjekt gilt, welches von den Schützen selbst hergerichtet worden ist.

Wie der Vereinsvorsitzende Franta Schettge sagte, sei im Zuge des Fördermittelantrags dann auch zu klären, welchen Eigenanteil die Gilde aufzubringen hat und welchen die Stadt Kalbe als Eigentümerin des Areals.