Am Sonnabend wurde der neunte Lindstedter Kellerbuschcup im Bogenschießen ausgetragen. Im Mittelpunkt steht dabei eher das Vergnügen. Rund 80 Teilnehmer beteiligten sich an diesen Spaß in der Natur mit 34 Zielen aus Pappmaché.

Lindstedt l Das erleben hierzulande vermutlich die Wenigsten. Am Sonnabend fanden sich im Kellerbusch zwischen Lindstedt und Seethen tatsächlich eine Riesenspinne und ein Krokodil. Allerdings nicht echt. Die Tiere waren nur aus Pappmaché. Und sie standen auch nicht ohne Grund einfach so im Wald. Im Lindstedter Kellerbusch wurde am Sonnabend der neunte Kellerbuschcup im Bogenschießen ausgetragen. Insgesamt 34 verschiedene tierische Ziele gab es insgesamt. Darunter ganz normale wie Hirsch, Keiler, Reh und Bock oder Ratte, aber eben auch so exotische wie Braunbär, Erdmännchen oder Vielfraß.

Und so hatten die Teilnehmer des Turnieres auch viel zu lachen. Schon deshalb werden die meisten der rund 80 Bogensportler wohl wiederkommen, wenn Spartenleiter Ronny Böhm vom Sportverein Wacker Lindstedt im kommenden Jahr das zehnte Turnier für Bogenschützen organisieren wird.

Dabei war der Lindstedter eigentlich nur durch Zufall zum Bogensport gekommen: "Vor rund zehn Jahren habe ich angefangen, Bögen selbst zu bauen. Teilweise habe ich dann auch welche verschenkt", erzählte Ronny Böhm am Rande des Cups. Und weil so auch Freunde und Bekannte mit dem Bogensport in Verbindung kamen, entstand irgendwann die Sparte Bogenschießen im Lindstedter Sportverein.

Zugelassen sind nur Bögen ohne Hilfsmittel

Seither wird regelmäßig im Wald geschosssen. Im Laufe der Jahre wurde das Turnier schließlich immer größer. Mittlerweile, wie auch wieder am Wochenende zu bemerken war, kommen die Teilnehmer schon längst nicht mehr nur aus der Nähe, sondern auch aus der Börde oder aus Niedersachsen. Einige reisten sogar mit dem Wohnwagen an.

Zur natürlichen Umgebung passen stets auch die Waffen. Zugelassen sind beim Kellerbuschcup nämlich nur Bögen ohne Hilfsmittel wie Visier oder Stabilisator und auch keine Compoundbögen, erläuterte Böhm. Schießen durften die Teilnehmer ausschließlich mit Primitivbögen, Langbogen, Recurve oder Reifenbogen und dazu mit Holz oder Carbonpfeilen. Außerdem durften die Schützen auf den "Fliegenden Keiler" mit der Steinschleuder anlegen. Ein Spaß für viele, denn "Zwille-Schießen ist einfach mal was anderes", lobte zum Beispiel Stefan Schröder aus Magdeburg. Jeweils zu sechst drehten die zwölf Teilnehmergruppen ihre Runden, die immer wieder an der Jagdhütte vorbeiführten, wo die Gastgeber auch für Verpflegung und Sitzgelegenheiten gesorgt hatten. Dort klang das Turnier in geselliger Runde auch aus.

David Merschingk aus Uetze wurde mit 583 Punkten von 720 möglichen Punkten Sieger der Klasse Langbogen Glas. Allerdings, so betonte Böhm, steht beim Lindstedter Kellerbuschcup der Wettkampfcharakter nicht im Mittelpunkt.

   

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