Wilhelmshof l Auch am dritten Tag nach ihrem Verschwinden hat die Suche nach der fünfjährigen Inga keinen Erfolg gehabt. Im Wald um Wilhelmshof wurden am Dienstag 150 Polizisten eingesetzt, außerdem Rettungshunde von DLRG und DRK sowie ein Polizeihubschrauber.

"Natürlich wird die Suche schwieriger, je länger sie dauert, aber wir geben nicht auf", betonte Polizeisprecher Mike von Hoff. Es gebe auch keinen Zeitplan, wann mit der Suche aufzuhören sei. "Jeden Tag wird die Lage neu eingeschätzt und danach werden die Maßnahmen festgelegt", erklärte er.

150 Einsatzkräfte der Polizei suchen nach Inga

Dazu gehörte heute, dass ein Waldstück durchkämmt wurde, das bislang noch nicht am Boden inspiziert worden war. Rund 150 Einsatzkräfte der Polizei waren daran beteiligt. Es waren auch elf Rettungshunde auf der Suche nach einer Spur von Inga. Die Eltern, der Vater ist Sozialpädagoge, und Ingas drei ältere Geschwister hoffen weiter. Sie sind noch immer in Wilhelmshof und werden von einem Notfallseelsorgeteam betreut.

Sorge um Ingas Leben wächst

Wie weit ein fünfjähriges Mädchen in einer Stunde kommen kann, fragen sich viele. Konkret beantworten kann das auch Amtsärztin Dr. Iris Schubert nicht. "Das kommt auf das Kind an, aber mehrere Kilometer sind durchaus möglich", sagte sie. Drei Tage ohne Wasser, das bringt den Körper ernsthaft in Gefahr. "Aber es hat zwischendurch geregnet, sie könnte Wasser von Blättern gelutscht haben", meinte die Amtsärztin.

Bei der Polizei sind unterdessen zahlreiche Hinweise mit unterschiedlicher Qualität eingegangen. "Wir gehen allem nach, sind aber auch so nicht auf Ingas Spur gekommen", bedauerte Becher.
Hinweise nimmt die Polizei Stendal unter (0 39 31) 685291 entgegen.

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