Am Sonnabend fand der bundesweit erste Tag der Städtebauförderung statt. In Gardelegen lud die Verwaltung aus diesem Anlass zu insgesamt drei Führungen ein.

Gardelegen l Zwei Führungen und auch zweimal Gäste. Planer Fritz Genz führte am Sonnabend in Begleitung von Besitzerin Silvia Rothermel durch das Schloss Isenschnibbe. Das erste Mal konnten Besucher dabei über die komplett sanierte Freitreppe in die Empfangshalle treten. Zuvor war diese stark einsturzgefährdet, "die Mauerziegel darunter waren total in Auflösung". Allein die Sanierung der Treppe kostete 100 000 Euro, die zu 100 Prozent über das Programm "Stadtumbau Ost Aufwertung" über Bund und Land finanziert wurde. Insgesamt flossen in den vergangenen sieben Jahren in das Gebäude 500000 Euro aus diesem Programm, unter anderem für Dachsanierung und die Schwammbekämpfung über mehrere Etagen.

Und die Sanierung müsse dringend weitergehen, so Genz. In der Empfangshalle sind an der reich verzierten Stuckdecke schon Wasserschäden zu sehen, die durch den desolaten Zustand des Balkons verursacht werden. "Das ist so wichtig, sonst kommt die Decke runter. Im diesjährigen Haushaltsplan ist die Maßnahme bereits eingeplant, der Stadtrat muss jedoch noch zustimmen. Auch diese 100000 Euro sind zu 100 Prozent Fördermittel der Städtebauförderung.

Wie desaströs der Zustand der Balkonkonstruktion ist, schauten sich die Gäste bei den zwei Führungen dann gleich selbst an. Und sie bekamen viele Einblicke in die herrlichen Räume dieses Schlosses mit rund 1500 Quadratmeter Wohnfläche.