So viele Teilnehmer wie noch nie kamen zur siebten Kirchenlesenacht nach Mieste. Auch zwei neue Vorleser waren dabei.

Mieste l So schwungvolle Töne wie am Freitag werden auf der Miester Orgel nur selten gespielt. Doch auch nur einmal im Jahr - zur Kirchenlesenacht - spielen viele Kinderhände auf einmal auf dem Instrument. Auch die Glocken schlugen am Freitag öfter als sonst, denn die Kinder durften läuten und mussten sich dabei mächtig anstrengen, um sie erklingen zu lassen.

Doch neben Kirchturm, Lagerfeuer und Orgel stand am Freitag besonders das Lesen und Vorlesen im Mittelpunkt. Mehr als 60 Kinder und Jugendliche hatten sich zur siebten Lesenacht angemeldet. "So viele wie noch nie", freute sich Gemeindepädagogin Christel Schwerin.

Und wie immer lag der Schwerpunkt darauf, dass vor allem Männer vorlesen. Mit Erik Ahlemann aus Miesterhorst und Jürgen Winkelmann aus Mieste waren auch zwei Neue dabei, die in der Kirche, im Riesebergsaal, der katholischen Kirche und der Jurte der Pfadfinder lasen. Außerdem waren als Vorleser Tim Trüe, Thomas Neuschulz, Bernd Libberoth und Kathrin Heidemann aktiv. Das Thema in allen ausgesuchten Geschichten: "Licht und Schatten".

Besonders schön war die Vorleseatmosphäre, als es dunkel wurde. In der Jurte war nur eine kleine Lampe an, im Riesebergsaal brannten Kerzen - so konnten sich die Kinder und Jugendlichen ab sechs Jahren ganz und gar aufs Zuhören konzentrieren. Im Halbstundentakt wurde gelesen, gebastelt und die Kirche erkundet. Während Dirk Schütze an der Orgel aufpasste, dass die Kinder vorsichtig die Tasten bedienen, erklärte Georg Wernike im Turm das Geläut und die Uhr.

Draußen im Pfarrpark gab es mit Jugendwart Danny Rudolf, Andreas Schmundt und Michel Jonneck Hilfe von der Miester Feuerwehr beim Lagerfeuer. Schwerin dankte allen insgesamt 25 Helfern: "Ohne sie würde es gar nicht gehen." Neben den Miester Pfadfindern waren auch die angehenden Konfirmanden in die Betreuung der Kinder bei der Lesenacht eingebunden. Während die Jüngsten im Riesebergsaal schliefen, nächtigten die Kinder und Jugendlichen ab Klasse drei in der evangelischen Kirche und der Jurte der Pfadfinder. Geschlafen wurde jedoch nicht sofort, stattdessen erst noch gelesen.

   

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