Salzwedel (aw) l Während Stadt, Altmarkkreis und Arbeiterwohlfahrt über die Zukunft des Mehrgenerationenhauses Salzwedel verhandeln, kommen gute Nachrichten vom Bund: Es sei gelungen, die Finanzierung der insgesamt 450 Mehrgenerationenhäuser (MGH) in Deutschland zu den bisherigen Eckwerten (30.000 Euro jährlicher Zuschuss vom Bund, 10.000 Euro verpflichtender Eigenanteil von Kommunen oder Land) auch für 2016 sicherzustellen, erklärte Verena Herbst, Pressesprecherin im Bundes-Familienministerium. Darüber hinaus sei am Donnerstag bei einer Ministerkonferenz der Länder eine Rahmenvereinbarung zur nachhaltigen Sicherung und Weiterentwicklung der MGH abgeschlossen worden. Ziel sei die Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser zu verstetigen.

Erhöhung der Bundesmittel ausgeschlossen

Sollte das Salzwedeler MGH fortbestehen, dürfte eine Verstetigung der Förderung durch den Bund dem Träger entgegenkommen. Die Ausbildung und Arbeit GmbH als früherer Betreiber hatte wiederholt kritisiert, dass durch die Gewährung von Bundes-Fördermitteln immer nur für ein Jahr, eine langfristige Planung unmöglich sei.

Ausgeschlossen ist allerdings eine Erhöhung der Förderung durch den Bund über den Jahresbetrag von 30.000 Euro hinaus. "Weitere Mittel sind leider nicht möglich", erklärte Pressesprecherin Verena Herb. Die Rolle des Retters bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines MGH-Trägers fällt damit allein den Kommunen zu.