Klötze l Nach dem Hauptausschuss hat sich am Mittwoch nun auch der Stadtrat für den weiteren Ausbau der Bahnhofstraße in Klötze ausgesprochen, allerdings bei einer Enthaltung von Lothar Görg (SPD).

Dieser war nicht damit einverstanden, dass der Geh- und Radweg hinter dem Bahnübergang (stadtauswärts gesehen) nur einseitig in Richtung Ortsausgang geführt werden soll. "Aber rechts wohnen doch mehr Leute als links. Hat man sich darüber gar keine Gedanken gemacht?", fragte er. Doch hat man, entgegnete Bürgermeister Matthias Mann. Allerdings sei das keine Option, da man in diesem Falle Flächen zukaufen müsste. Dies würde die Maßnahme nicht nur verteuern, sondern auch in die Länge ziehen. Zudem hätten die Anwohner lange genug Zeit gehabt, den Wunsch zu äußern, auch auf der rechten Seite einen Geh- und Radweg zu errichten. Das sei nicht geschehen. Dass die Straße überquert werden muss, um auf der anderen Seite wieder auf den Geh- und Radweg zu gelangen, hielt der Bürgermeister für zumutbar. Dem schloss sich Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt (SPD) an.

Einen anderen Punkt brachte Horst Wienecke (UWG) zur Sprache: Das Oberflächenwasser. Er gab zum einen zu bedenken, dass die vorgesehene Mulde in der Straße ohne Ablaufschächte nicht dazu in der Lage sei, diesem Problem Herr zu werden. Zum anderen würden die Anlieger sicher nicht erfreut sein, wenn das Wasser auf ihre Privatgrundstücke geleitet werde. Dem widersprach Planer Stefan Münder jeweils.

So viel zur Diskussion. Nun zum Grundsätzlichen. So soll die Bahnhofstraße im vierten Abschnitt zusammen mit der Landesstraßenbaubehörde auf einer Länge von 330 Metern grundhaft ausgebaut werden, und zwar vom Bahnübergang bis zum Galgenbergweg. Bestandteil des Projektes ist wie beschrieben auch ein Geh- und Radweg. Überdies werden der Regenwasserkanal und die Laternen erneuert sowie die Nebenanlagen befestigt. Die Gesamtkosten für die Stadt Klötze belaufen sich auf zirka 150000 Euro.

Nach wie vor offen sei hingegen, wann die Bauarbeiten beginnen. Grund: Die Gesamtfinanzierung stehe noch nicht.Laut Mann werde es Mitte Juni eine Entscheidung geben. Möglicherweise müsse der Baustart auf 2016 verschoben werden. Am liebsten wäre ihm ohnehin, wenn die Bahnhofstraße zusammen mit dem Radweg-Lückenschluss in Richtau Bandau erfolgt. Danach hatte sich Wolfgang Mosel (Die Linke) erkundigt. Aber auch hier hänge es an den Finanzen.