Gardelegen (cah) l Zwei Mitteilungsvorlagen hatte der städtische Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung auf dem Tisch, die Versammlungsleiterin Regina Lessing mit der Bemerkung, "wenn wir die beiden Vorlagen nicht zur Beratung gehabt hätten, dann hätten wir den Weltfrieden gefährdet", kommentierte. Es ging zum einen um Informationen über Ersatzpflanzungen im öffentlichen Bereich der Stadt und zum anderen über Verkehrsbeschilderung in der Stadt. Die Verwaltung habe die beiden Vorlagen erarbeitet, nachdem SPD-Stadtrat Peter Wiechmann diese des öfteren angesprochen habe, betonte Bauamtsleiter Engelhard Behrends. Er reagierte damit auf den Kommentar von Regina Lessing hinsichtlich des "gefährdeten Weltfriedens".

Zum Thema Ersatzpflanzungen informiert die Verwaltung über Baumfällungen im vorigen Jahr und in diesem Jahr. Dazu gehören das Fällen von drei Robinien an der Stendaler Straße und drei Linden an der Nachtweide. Nachpflanzungen sollen im Herbst erfolgen. Zehn Roteichen wurden im März an der Isenschnibber Chaussee gefällt. Nachpflanzungen seien dort aufgrund der geringen Straßenbreite nicht möglich, erläuterte Anett Sell vom städtischen Bauamt.

"Wer entscheidet denn, welche Bäume gefällt werden", wollte SPD-Stadtrat Ulrich Scheffler wissen, und ob das auch mit einer gewissen Sachkompetenz erfolgt, vor allem am Beispiel der Isenschnibber Chaussee. Die Bäume dort, so Scheffler, hätten einen gesunden Eindruck gemacht.

Dort sei ein Baumsachverständiger im Einsatz gewesen, der die Bäume untersucht habe. Die gefällten Bäume seien innen hohl und mit Weißfäule befallen gewesen, erläuterte Anett Sell.

Nachpflanzungen seien nach der Fällung von fünf Linden und einer Kastanie auch an der Nachtweide nicht möglich, weil sich dort eine Freileitung befindet. Nachpflanzungen werden im Herbst am Salzwedeler Tor, auf dem Wall im Bereich des Stadtgrabens, am Stendaler Tor und am VdN-Denkmal geben, ebenso im Bereich der Thälmannstraße, des Birkenweges und am Aschberg.

Insgesamt sei einzuschätzen, dass Flächen für Nachpflanzungen knapp werden. "Wir brauchen dazu das Feedback von den Ortsbürgermeistern", sagte Engelhard Behrends. Denn Ersatzpflanzungen könnten auch in den Ortsteilen ausgeführt werden.

Mitteilungsvorlage Nummer zwei beschäftigte sich mit dem Prozedere zu Verkehrsbeschilderungen beziehungsweise bei Änderungsanträgen am Beispiel eines Antrages der Lebenshilfe. Grundsätzlich sei die Maxime, "so wenig Verkehrsschilder wie möglich, wir wollen keinen Schilderwald", fasste Anett Sell zusammen.