Das bislang größte Sanierungsobjekt der Gardeleger Wobau, das Eckhaus Hopfenstraße 2, ist fertig. Alle zehn Wohnungen sind bereits vermietet. Bevor die Schlüssel am Montag an die Mieter übergeben werden, ist das Haus am Sonnabend von 13 bis 16 Uhr noch einmal für die Öffentlichkeit zugänglich.

Gardelegen. Der Sonnenschein passe zum Anlass, stellte Bürgermeister Konrad Fuchs gut gelaunt fest. Nach rund zweijähriger Bauzeit begrüßte er als Aufsichtsratsvorsitzender der Gardeleger Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) gestern Lokalpolitiker und Aufsichtsratskollegen im frisch sanierten Wohnhaus Hopfenstraße 2 zum Besichtigungstermin. "Sie werden sich wundern", versprach er den Gästen. Und damit behielt er recht. Denn der einstige Schandfleck hat sich in ein modernes, gut geschnittenes Wohnhaus verwandelt. Wobau-Geschäftsführer Günter Hoop erntete dafür denn auch jede Menge Komplimente.

Die gab Hoop allerdings gleich weiter. Zum einen an die Stadträte, die die Entscheidung für die Sanierung getroffen hatten, nachdem 2008 eine 40-prozentige Förderung zugesagt worden war; an seine Mitarbeiter aus der Bauabteilung der Wobau, insbesondere an Peter Ast, der die Planung übernommen hatte, und an die Handwerker und Baufirmen. "Durchschnittlich 25 Fachleute waren hier täglich beschäftigt", so Hoop. Dank einer Sonderregelung, die eine beschränkte Ausschreibung ermöglichte, seien sie fast vollständig in der Region ansässig. "Wir konnten Firmen beauftragen, die wir kennen, zu denen wir Vertrauen haben", so der Wobau-Chef. Und dass die Unternehmen sich dieses Vertrauens würdig erwiesen, war zum einen nicht zu übersehen, zum anderen aber auch dem Budget anzumerken. Statt geplanter 1,65 Millionen Euro wurden nur 1,35 Millionen verbaut, freute sich Hoop über die Einsparung. Damit sei ein Quadratmeter der sanierten Wohnfläche zwar immer noch um 1000 Euro teurer als bei einem Neubau. Dafür allerdings sei nun im Inneren des Gebäudes alles neu, bedarfsgerecht, in Teilbereichen barrierefrei und komplett energetisch saniert, erinnerte Hoop. Denn nur unter diesen Aspekten war die Förderung erfolgt. Das Geld sei somit aber auch "nachhaltig und gut angelegt".

Die zehn modernen und gemütlichen Balkonwohnungen sind zum 1. März allerdings auch schon komplett vergeben. Sieben Mieter werden damit neue Einwohner von Gardelegen, drei kommen aus der Stadt.

Dass das stadtbildprägende Gebäude auch von außen wieder ein echtes Schmuckstück wird ist, können Interessierte schon seit etlichen Wochen verfolgen. Details wie die Turmkuppel – eine Maßanfertigung nach alten Vorlagen – machen das einstige Gasthaus, das früher ein beliebtes Gardeleger Fotoobjekt war, auch in Zukunft wohl wieder zu einem echten "Postkartenmotiv", so Hoop schmunzelnd.

In die Turmwohnung, so verriet er, werde in der kommenden Woche übrigens ein junges Paar einziehen. Die zwei haben dann einen beneidenswerten Ausblick über die Stadt.