Noch in diesem Monat soll er erfolgen: Der Umzug des Kalbenser Klubs der Volkssolidarität. Denn die Schlussrechnung für die Umwandlung des Kalbenser Kulturhauses in ein Mehrgenerationenhaus muss, so verlangen es die Förderrichtlinien, noch im Februar gestellt werden. Mit dem Umzug wird Platz geschaffen für die Kalbenser Bibliothek.

Kalbe. "Die Lage werde ich vermissen", sagt Heidrun Kühnel, Leiterin der Kalbenser Stadtbibliothek, und blickt aus dem Fenster der Einrichtung.

Die befindet sich seit vielen Jahren in einem Flachbau zwischen Rathaus und Schulgelände, lag damit quasi für viele Grund- und Sekundarschüler direkt auf ihrem täglichen Weg. Das wirkte sich auch positiv auf die Nutzungszahlen aus. Doch demnächst zieht die Bibliothek um. Ins Kulturhaus.

"Der Name sagt es eigentlich schon: Dort gehört sie ja auch hin", so Heidrun Kühnel, deren Berufsalltag sich nun einmal rund um das Kulturgut Buch dreht. Nicht nur deshalb blicken sie und Mitarbeiterin Carola Fehse auch mit lachenden Augen dem Umzug entgegen. Die Bibliothek wird künftig in gut ausgestatteten Räumlichkeiten zu finden sein, nämlich in denen des Klubs der Volkssolidarität, der sich momentan noch in der ehemaligen Kulturhaus-Gaststätte befindet. Aber nicht mehr lange. Denn bis Ende des Monats – so verlangen es die Förderrichtlinien – muss der Umzug in die früheren Lagerräume des Kulturhauses erfolgt sein.

Komplett neue Räume

Die werden gerade für die Bedürfnisse der Senioren hergerichtet. So gibt es dort künftig nicht nur eine Rollstuhlrampe im Eingangsbereich sowie einen komplett neuen Versammlungsraum mit angeschlossener Küche, sondern auch eine behindertengerechte Sanitäranlage. Den Mitarbeitern der beauftragten Baufirma, die auch Fenster und Türen zu erneuern haben, sitzt bei ihrer derzeitigen Tätigkeit die knapp bemessene Zeit im Nacken. Denn die Schlussrechnung muss nach Angaben von Frank Wulff, zuständiger Mitarbeiter des Kalbenser Bauamtes, bis Ende Februar vorliegen. Dann nämlich ist die Fördermaßnahme abzurechnen. Sie erfolgt im Rahmen eines Programmes, das im vergangenen Jahr vom Landes-Entwicklungsministerium aufgelegt worden ist und mit dem dem demographischen Wandel entgegengewirkt werden soll. Die Stadt Kalbe muss dafür einen Eigenanteil von 20 000 Euro aufbringen, erhält aber im Gegenzug dazu eine Förderung von 80 000 Euro.

Mit dem Geld soll neben dem Umzug des Seniorenklubs und dem Umzug der Bibliothek – für diese Einrichtung sind auch neue Stühle und Tische sowie neue Regale für 13 000 Medien bestellt worden – auch die Neugestaltung des angrenzenden Spielplatzes realisiert werden. Und zwar ebenfalls bis zum Ende dieses Monats. So verlangen es laut Frank Wulff nun einmal die Förderrichtlinien.

Spielplatzgestaltung

Nach seinen Angaben wird bereits in der kommenden Woche mit der Lieferung der neuen Spielgeräte-Landschaft gerechnet. Sie kostet rund 16 000 Euro – inklusive des anzulegenden Fundamentes. Dafür sind bereits die vorbereitenden Arbeiten auf dem Spielplatz am Kulturhaus erfolgt. Die Spielgeräte-Landschaft enthält neben einer Rutsche verschiedene Kletter- bereiche und eine sogenannte Wackeltreppe. Die wenigen hölzernen Geräte und die Sitzgruppen, die bislang auf dem Spielplatz installiert waren, sollen nach Angaben des zuständigen Bauamtsmitarbeiter auch dort bleiben.