Die Bauarbeiten im und am Kalbenser Rathaus haben begonnen. Die Haupttreppe des Gebäudes wird gerade erneuert. Sobald es die Witterung zulässt, soll dann auch der Außenbereich in Angriff genommen werden.

Kalbe. "Wir hatten hier große Probleme", sagt Metallbauer Ralf Weber und blickt auf das Geländer der Rathaustreppe. Es ist komplett erneuert worden. Wo bisher eine Holzkonstruktion nach oben führte, glänzt seit Sonnabend pulverbeschichteter Stahl.

Doch sei es, so Weber, schwierig gewesen, das neue Geländer an der alten Betontreppe zu befestigen. Sie sei doch schon recht verschlisssen, sodass vor dem Anbau erst spezielle Sicherungsmaßnahmen nötig gewesen seien. In dieser Woche soll die Treppe noch neu gefliest werden. Dann sind die Arbeiten im Innenbereich des Rathauses abgeschlossen.

Doch sobald die Witterung es zulässt, beginnen auch die Maßnahmen im Außenbereich. Sie dienen vor allem der Energieeinsparung. So sind sämtliche Fenster zu erneuern, die Fassade zu dämmen und farblich neu zu gestalten sowie Dachklempnerarbeiten vorzunehmen. Auch der Eingangsbereich ist optisch anzupassen. Der rund 146 000 Euro teure Umbau des Rathauses wird mit Dorferneuerungsmitteln bezuschusst. Sie betragen 65 Prozent der Nettobausumme und sind bis Mai abzurechnen.

Das Rathaus ist wegen seiner schlechten energetischen Bedingungen - in einigen Büros liegen zur Vermeidung von Zugluft Kissen vor den Fenstern - seit längerem ein Sorgenkind der Stadt Kalbe. Acht von zwanzig Ortschaftsräten hatten deshalb schon 2010 beschlossen, die Baumaßnahmen mit einem Teil der sogenannten Hochzeitsprämie zu bezuschussen. Dabei handelt es sich um jene 20 Euro je Einwohner, die allen ehemals selbstständigen Kommunen zur Verfügung gestellt worden sind, die sich im Zuge der Freiwilligkeitsphase zu einer neuen Gebietskörperschaft zusammengefunden haben. Brunau, Güssefeld, Jeetze, Packebusch und Wernstedt haben nichts dazugegeben.