Dannefeld. Mehr als 20 Senioren begrüßte Christine Hoppe am Donnerstag beim Seniorennachmittag im Dannefelder Gerätehaus. "Eigentlich sind wir immer um die 30 Personen. Aber heute sind viele zur Frauentagsfeier nach Berge gefahren", berichtete die Organisatorin. So blieben denn einige der schön eingedeckten Plätze frei. "Na, da können wir ja alle zwei Stück Torte essen", vermutete einer der Herren in der Runde und sicherte sich damit die fröhliche Zustimmung aller.

Doch bevor es gemütlich wurde, informierte Christine Hoppe noch kurz über die geplante Seniorenfahrt in den Elm bei Königslutter, die für den 26. Mai geplant ist. Anschließend informierte Ortsbürgermeister Wilfried Kuhrs über die letzte Sitzung des Ortschaftsrates. Die Verwendung des Ortschaftsbudgets und die Umbenennung von Straßen bleiben auch weiterhin Thema. Die eingegangenen Vorschläge wurden von den Senioren dabei sowohl in Frage gestellt als auch diskutiert. So fragte Hermann Fäsche, weshalb die Umbenennung überhaupt nötig sei. Es stehe in der neuen Adresse ja deutlich drin, dass Dannefeld ein Ortsteil Gardelegens sei. Kuhrs machte klar, dass sich die Notwendigkeit dazu ergebe, weil Dannefeld die Postleitzahl von Gardelegen übernehmen müsse und sich daher keine Straßennamen doppeln dürften.

Fast schon brisant gestaltete sich die Diskussion über den Ausbau des Gemeindehauses zum Dorfgemeinschaftshaus. Wilfried Kuhrs informierte dazu bewusst nur über die ihm bekannten Fakten und bedauerte, dass er von dem von Bürgermeister Konrad Fuchs ausgesprochenen Baustop nur durch die Zeitung erfahren habe. Auch bis zum Donnerstag habe noch niemand mit ihm persönlich darüber gesprochen, versicherte er. Dabei hätte es am 3. Februar ein durchaus konstruktives Gespräch zu diesem Thema mit Konrad Fuchs, Stadtrat Andreas Finger und Otmar Wiesel vom Bauamt gegeben.

Für Entrüstung unter den Senioren haben allerdings Äußerungen seitens des neuen Bürgermeisters gesorgt. So sei es wohl keinem der Senioren zwischen 70 und mehr als 90 Jahren zuzumuten, zu Fuß zum Kaffeetrinken nach Köckte zu gehen. "Der Spinner" und "Das war der Gipfel", gehörten dabei noch zu den nettesten Kommentaren, die von den Senioren geäußert wurden. Viele ältere Dannefelder würden gern auch zu den Seniorennachmittagen kommen, wenn die vielen Stufen bis unter das Dach des Gerätehauses nicht zu steigen wären, wusste Christine Hoppe. "Wir brauchen einen ebenerdigen Raum für unsere Senioren", mahnte Helmut Maigatter in Richtung des Gardeleger Rathauses an.