Manfred Rackow ist sauer. Der Kalbenser, der das Gelände der früheren Oxidationsteiche am Pflaumenweg übernommen hat, muss feststellen, dass das Areal immer wieder für die Entsorgung von Tierabfällen missbraucht wird. Auch unkontrolliertes Füttern am nahen Wildgehe bereitet Sorgen.

Kalbe. "Dieses Phänomen tritt vermehrt am Pflaumenweg auf", sagt Manfred Rackow und blickt auf die Überreste eines Federviehkadavers, der aus hygienischen Gründen sofort nach dem Auffinden weggeräumt worden ist. Genau wie die beiden Kaninchenkadaver, die Rackow vor wenigen Tagen auf dem Areal der ehemaligen Oxiteiche entdeckt hat. Das Gelände hat er übernommen, um es mit für sein Tiergehege zu nutzen. Es schließt direkt an die stillgelegte Anlage an.

Rackow findet es mehr als bedauerlich, dass längst nicht alle Tierhalter ordnungsgemäß registriert seien. Sonst ließe sich der Verursacher eines solchen Umweltfrevels leichter ermitteln. Das sei insofern sehr wichtig, als dass ein solches Verhalten ja auch die Entstehung von Tierseuchen fördere. Er wisse nämlich nicht, so Rackow, ob die toten Tiere, die da einfach über den Zaun der Oxiteiche geschmissen worden seien, eventuell Krankheiten aufgewiesen hätten.

Wütend ist der Kalbenser aber er auch darüber, dass seinen Tieren - er hält in seinem Gehege etwa 400 gefiederte und vierbeinige Wesen unterschiedlicher Art - "immer wieder tütenweise verschimmelte Küchenabfälle" zum Fraß vorgeworfen würden. Sogar vergammelter Nudelsalat, so Manfred Rackow, sei schon über den Zaun des Geheges geschmissen worden. Da seien nicht nur bei den kolikanfälligen Ponys Krankheiten vorprogrammiert. Deshalb appelliert Rackow an die Vernunft der Bürger. Wenn sie eine Futterspende zur Verfügung stellen wollten, sollten sie die Futterkiste am gegenüberliegenden Plansweg nutzen. Dort werde kontrolliert, ob und für welche Tiere Spenden geeignet seien.

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