Einen Lift im Feuerwehrhaus hat die SPD-Fraktion während ihrer Besichtigung des Dannefelder Dorfgemeinschaftshauses als Alternative zum Umbau des Gebäudes vorgeschlagen. Fraktionsvorsitzende Mandy Zepig sagte, die 110 000 Euro, die Dannefeld mit in die Stadt gebracht habe, seien - aufgerechnet mit dem Defizit im Verwaltungshaushalt von 56 000 Euro - nicht mehr komplett vorhanden.

Dannefeld. Die Mitglieder der SPD-Fraktion des Stadtrates haben am Montag das Dannefelder Dorfgemeinschaftshaus besichtigt. Fraktionsmitglied Maik Luer hatte darum gebeten. "Ich wollte Verbündete suchen, die wissen, wovon ich rede", begründete er. Nachdem die Männer und Frauen das Dorfgemeinschaftshaus, in dem bereits mit dem Umbau begonnen worden war, besichtigt hatten, schauten sie sich auch den vorhandenen Saal im Feuerwehrhaus an und waren davon positiv überrascht. "Das ist doch ein wunderschöner Saal", sagte beispielsweise Erika Olbrich.

"Beides kann man sich nicht leisten"

Mandy Zepig wies darauf hin, dass Dannefeld das Jahr 2010 mit einem Defizit im Verwaltungshaushalt von 56 000 Euro abgeschlossen habe. Dieses Defizit mit dem Geld aus dem Dannefelder Aktienverkauf aufgerechnet, würden noch zirka 60 000 Euro zur Verfügung stehen. Das angesprochene Defizit sei zudem auch für dieses Jahr zu erwarten gewesen, wäre wahrscheinlich sogar noch höher ausgefallen, weil durch den Aktienverkauf die Dividende weggefallen ist, vermutete Zepig. Ihre Frage nach den Folgekosten für das umgebaute Dorfgemeinschaftshaus konnte Luer nicht beantworten. Darüber sei noch nicht gesprochen worden.

Walter Thürer sagte, er sehe eine enorme Doppelbelastung, wenn es den Raum im Feuerwehrhaus - nach Ansicht der Fraktion bietet der Feuerwehrraum 50 Personen Platz - und zusätzlich das Dorfgemeinschaftshaus gebe. "Beides kann man sich nicht leisten", sagte er, auch wenn er die Gründe für den Wunsch nach dem Ausbau verstehen könne und nicht in Frage stellen wolle, dass das Projekt gut gedacht gewesen sei. Im Umbau des Dorfgemeinschaftshauses aber "stecken noch viel Arbeit und auch Kosten", schätzte Thürer ein.

Aus der Fraktion kam der Vorschlag, in das Feuerwehrhaus einen Treppenlift einzubauen, um den Senioren den Aufstieg in den Saal zu erleichtern. Das koste zwar auch erst einmal Geld, sei aber wahrscheinlich mit dem vorhandenen Dannefelder Geld zu realisieren, sagte Thürer.

Ob über die Alternative eines Fahrstuhles nachgedacht werden könne, sei aber abhängig davon, ob sämtliche Aufträge für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses bereits vergeben worden seien, sagte Zepig. Denn sollten die Bauaufträge vergeben sein, der Bau nun aber gestoppt werden, würden unter Umständen Vertragsstrafen drohen, erklärte sie. Maik Luer sagte, die Aufträge seien vergeben worden. Gewissheit soll nun Ottmar Wiesel, der Bauamtsleiter der ehemaligen Verwaltungsge- meinschaft Südliche Altmark schaffen. Ihn will Zepig zur nächsten Fraktionssitzung einladen. Dann soll auch das eigentliche Projekt vorgestellt werden, das die Fraktionsmitglieder bislang nicht kennen.