Der Kalbenser Klub der Volkssolidarität hat ein neues Domizil. Gestern wurde er nach mehrwöchiger Umzugsphase in den früheren Lagerräumen des Kulturhauses eröffnet. Diese sind jedoch nicht mehr wiederzuerkennen.

Kalbe. "Ich bin angenehm überrascht, wie schön es hier ist", sagt der 69-jährige Peter Weise. Er gehört zu denen, die regelmäßig den Kalbenser Klub der Volkssolidarität besuchen. In den vergangenen vier Wochen war dies jedoch nicht möglich, weil die Seniorenbegegnungsstätte wegen Umzuges geschlossen war.

Die ehemalige Kulturhausgaststätte, wo sie sich bislang befand, wird zur Bibliothek umfunktioniert. Der Klub hingegen ist nun im früheren Lager neben dem Mehrzwecksaal zu finden. Die dortigen Räumlichkeiten sind seniorengerecht umgestaltet worden. Das bedeutet: Es gibt nicht nur einen Eingangsbereich mit Rollstuhlrampe, sondern auch behindertengerechte Toiletten.

Der Klubraum selbst ist allerdings etwas kleiner als früher. Während in der ehemaligen Gaststätte bis zu 40 Personen problemlos Platz fanden, gibt es im neuen Domizil nur noch maximal 30 Plätze. Im hinteren Bereich ist die Küche untergebracht. Sie ist fensterlos. Doch daran haben sich Seniorenbetreuerin Ilona Glaue und ihre Kollegin, Bürgerarbeiterin Melitta Brennecke, bereits gewöhnt. Der Kirschstreuselkuchen, den sie zur Eröffnung gebacken haben, schmeckt jedenfalls genauso gut wie immer. Und die Senioren genießen es sichtlich, endlich wieder einen Treffpunkt zu haben, wo ihnen einige kurzweilige Stunden beschert werden.

"Der neue Klub ist gemütlich eingerichtet. Und in der Zeit, in der wir hier sitzen, müssen wir ja nicht ständig rausgucken", so die 71-jährige Elfriede Elbruda in Anspielung auf das zu hoch gelegene Fenster. Ein ungehinderter Blick auf den Vorplatz ist daraus nicht möglich. Dennoch sind die Senioren zufrieden, "dass der Klub", für den die Volkssolidarität eine monatliche Miete an die Stadt zahlt, "in so kurzer Zeit so schön geworden ist", wie die 85-jährige Waltraud Blech sagt.

Der Umzug der Seniorenbegegnungsstätte ist im Zuge eines Mehrgenerationenprojektes erfolgt, zu dem auch der Umzug der Bibliothek und die Neugestaltung des Kulturhausspielplatzes gehören. Wenn alle drei Maßnahmen komplett abgeschlossen sind, dann will Bürgermeister Karsten Ruth eine offizielle Übergabe in feierlichem Rahmen vornehmen. Die Stadt hat für das Projekt, das vom Landes-Entwicklungsministerium mit 80000 Euro gefördert worden ist, einen Eigenanteil von 20000 Euro erbracht.

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