Kalbe (cn). "Die Altstadt ist unser Kulturgut. Wir müssen ihr mehr Aufmerksamkeit schenken." Das hat Andrea Müller, Vorsitzende des Heimatvereins Kalbe, bei einer Gesprächsrunde mit Bürgermeister Karsten Ruth angeregt.

Spielplatz gewünscht

Der hatte in diesem Zuge über die demographische Entwicklung in der Einheitsgemeinde und das Wegbrechen der künftigen Elterngeneration gesprochen (wir berichteten). In der Kalbenser Altstadt, auch Pottkuchen genannt, haben sich jedoch in der Vergangenheit vergleichsweise viele junge Familien angesiedelt. Umso wichtiger sei es, so Müller, dort einen Spielplatz zu schaffen. Laut Bürgermeister sei so ein Platz auch schon länger im Gespräch. Doch fehle es dafür an einer kommunalen Fläche. Die Vorsitzende des Heimatvereins bat aber darum, dass Thema nicht zu vernachlässigen.

Zudem wurde während der Zusammenkunft gefragt, was die Stadt gegen den Verfall von Altstadtgebäuden unternehme und ob sie die Eigentümer der besagten Grundstücke nicht zur Verantwortung ziehen könne. Ruth machte daraufhin deutlich: "Die Stadt darf nicht regelnd eingreifen." Sie könne nur schriftlich an die Eigentümer appellieren, ihren Verpflichtungen bei der Sicherung nachzukommen. Bei Einsturzgefahr könne die Kommune auch nur ein Absperrband um das Objekt ziehen und das Bauordnungsamt des Landkreises einschalten. Nur diese Behörde dürfe dann regelnd eingreifen und zur Not eine Ersatzvornahme veranlassen, wie der Bürgermeister erklärte.

Mehr Sitzgelegenheiten

Um die Attraktivität der Altstadt aber weiter zu erhöhen, sei die Schaffung von zusätzlichen Sitzmöglichkeiten vorgesehen. "Auch dazu müssen wir aber mit Privateigentümern sprechen", so Ruth, da sich die Bänke nicht in jedem Falle auf kommunalen Flächen aufstellen ließen. Der Heimatverein begrüßte die Idee. Denn die denkmalgeschützte Altstadt wird von auswärtigen Besuchern sehr gern für Spaziergänge genutzt.