Es vollbracht. Jedenfalls fast. Schulleiter Dietmar Collatz könnte schon mal einen Soundcheck für seine Rede zur Abiturzeugnisausgabe unter freiem Himmel machen. Denn die Freilichtbühne im Außenbereich wird pünktlich zum Schuljahresende fertig werden.

Gardelegen. "Mitte Mai sind wir fertig. Da müsste schon alles schiefgehen, wenn sich daran noch was ändert!" Cornelia Steinecke, Leiterin des Sachgebietes Hochbau in der Verwaltung des Altmarkkreises Salzwedel, zeigte sich gestern in Sachen Freilichtbühne sehr optimistisch. Auf dem Schulhof des Gardeleger Gymnasiums steht nun tatsächlich ein Amphitheater. Ränge aus Winkelstützelementen verlaufen auf sechs Ebenen rund um die gepflasterte Bühne, zu der eine bogenförmige Freitreppe führt, und auch die Treppengänge im Zuschauerbereich sind fertig.

Oben auf den Rängen muss nur noch eine Schicht aus Splitt und Brechsand aufgebracht werden. Hierauf werden die Zuschauer allerdings nur bei trockenem Wetter sitzen können. Und das vermutlich auch nur mit einer mitgebrachten Unterlage. Gepflasterte Sitzflächen oder Sitzschalen seien indes auch nicht eingeplant gewesen, informierte Cornelia Steinecke auf Nachfrage.

Die gute Nachricht aber ist: "Die geplanten Kosten wurden eingehalten." Und so wird tatsächlich gut, was lange währte - vor allem aber im vergangenen Sommer zu sehr kontroversen Diskussionen im Stadtrat führte. Denn die Idee, auf der Fläche der einstigen Dimitroffschule ein Amphitheater zu bauen, fand im Sommer 2010 nicht nur Fürsprecher.

Das Projekt war überraschend möglich geworden, nachdem beim Abriss der kreiseigenen Dimitroffschule - von der Stadt mithilfe einer 90-prozentigen Landesförderung finanziert -Fördergelder in Höhe von 140 000 Euro übrig geblieben waren. Diese allerdings mussten zweckgebunden in die Umfeldgestaltung fließen oder aber dem Land zurückgegeben werden. Eine Option, die einige Stadträte damals durchaus in Betracht zogen. Ein Grund für die Gegner war indes wohl auch der Versuch des städtischen Bauamtes, das Projekt ohne Stadtratsbeschluss auf den Weg zu bringen. Eine Beschlussvorlage wurde schließlich nachgereicht. So fand der Wunsch der Schulleitung, die Mittel für eine Außenbühne zu verwenden, am Ende dann schließlich doch mehrheitlich Zustimmung im Rat.

Inklusive ihres zehnprozentigen Eigenanteiles stellte die Stadt dem Kreis 140000 Euro für den Bühnenbau zur Verfügung. Der wiederum spendierte weitere 45000 Euro für das Projekt. Und so steht einer feierlichen Bühneneröffnung samt Zeugnisausgabe unter freiem Himmel nun außer Regen wohl nichts mehr im Weg.