Gardelegen (dl). Anders als der Bauausschuss hatte der Hauptausschuss kein Problem damit, sich zur Satzung des Bebauungsplanes für den Wohnstandort St. Georg zu positionieren - und mehrheitlich zuzustimmen. Der Bauausschuss hatte in der vergangenen Woche die Abstimmung vertagt, um sich noch einmal über das Bauvorhaben im Hochwasserschutzgebiet und über den Erschließungsvertrag zwischen der Stadt und den Bauherren zu informieren.

Dem Hauptausschuss lag während seiner Sitzung am Dienstagnachmittag besagter Erschließungsvertrag vor. "Alle Bedenken und Fragen aus dem Bauausschuss sind damit ausgeräumt", sagte Bürgermeister Konrad Fuchs zu Beginn der Diskussion. Er sei persönlich der Auffassung, "man könnte der Beschlussvorlage den weiteren Weg ebnen". In der Vereinbarung mit den Bauherren - es sollen drei Eigenheime errichtet werden - ist unter anderem festgelegt, dass sie die Erschließungskosten übernehmen. Die drei Bauherren haben den Vertrag bereits unterschrieben, informierte Bauamtsleiter Engelhard Behrends auf Nachfrage. Die Stadt habe aber noch nicht unterschrieben, ergänzte Konrad Fuchs, um einer Entscheidung des Stadtrates über den Bebauungsplan nicht vorzugreifen.

"Mehr geht aus Sicht der Verwaltung nicht"

Fuchs warb bei den Mitgliedern des Hauptausschusses um Zustimmung, denn man müsse Verständnis zeigen für die Bauherren. Seit etwa einem Jahr laufe das Antragsverfahren. "Wir haben uns mit dem Erschließungsvertrag in einer für mich bisher nicht bekannten Art abgesichert", sagte der Bürgermeister.

Gustav Wienecke, als Wannefelder Ortsbürgermeister während der Sitzung anwesend, führte noch einmal Einwände - unter anderem einiger Behörden bezüglich des Hochwasserschutzes - an. Diesbezüglich sei das Vorhaben noch einmal überarbeitet worden, antwortete Engelhard Behrends. Nach den Nachbesserungen gebe es nun keine Einwände mehr. "Woher sollen wir es denn wissen?", entgegnete Wienecke und wies auf die Beschlussvorlage hin, in der die Bedenken noch aufgelistet seien.

Vor der Abstimmung meldete sich der Bürgermeister noch einmal zu Wort: "Die Stadt hat sich rundherum abgesichert. Uns entstehen keine Kosten. Mehr geht aus Sicht der Verwaltung nicht." Am Ende gab es sechs Ja-Stimmen für die Beschlussvorlage, eine Nein-Stimme und eine Enthaltung. Am Montag entscheidet der Stadtrat über die Satzung des Bebauungsplanes des Wohnstandortes St. Georg.