Gardelegen (dl). Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Gardelegen haben am Donnerstag Kai-Michael Neubüser aus Mieste einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Seine Stellvertreterin ist Mandy Zepig aus Gardelegen. Sie fehlte zwar entschuldigt, hatte aber zuvor schriftlich ihre Bereitschaft erklärt. "Ich wünsche mir eine kollegiale Zusammenarbeit", sagte Neubüser. Er sei für Transparenz und dafür, "auch negative Entscheidungen zu vertreten". Mit seiner Stellvertreterin wolle er gemeinsam "als Führungsduo auftreten". Bis zur Wahl des Vorsitzenden leitete Kalbes Ortsbürgermeister Dr. Helmut Bender die Sitzung, mit seinen 73 Jahren das älteste der zehn Mitglieder der Verbandsversammlung.

In ihren Ausführungen ging Verbandsgeschäftsführerin Katja Rötz auch auf den umstrittenen Herstellungsbeitrag II ein. Den müssen Eigentümer zahlen, deren Grundstücke vor dem 15. Juni 1991 an die öffentliche Schmutzwasserversorgung angeschlossen wurden. Ende vergangenen Jahres wurden die ersten Bescheide verschickt. Begonnen wurde mit den A-Straßen in Gardelegen. Mittlerweile seien die Grundstückseigentümer von der Ackendorfer Landstraße bis zur Burgstraße angeschrieben worden. Von den zirka 3000 Bescheiden insgesamt, die bis zum Jahr 2014 erhoben werden müssen, seien derzeit 377 verschickt. Der kleinste Betrag bisher liege bei 34,10 Euro, der höchste bei 7900 Euro für eine größere Wohnbebauung, erklärte Katja Rötz. Eingegangen seien 128 Widersprüche, von denen bereits 107 bearbeitet wurden. 80 Prozent seien abgewiesen worden, drei Bescheide wurden aufgehoben, die anderen abgeändert. Aus den Nachzahlungen sollen rund drei Millionen Euro eingenommen werden.