Gardelegen (gb). Dass sie klug sind, steht ohnehin fest. Und neugierig sind sie natürlich auch, jeden Tag aufs Neue: "...denn ich frage, wie es geht. Wer nicht fragt, der nicht versteht...", singen die Kinder der Arche Noah gestern im Morgenkreis auf dem Dachboden. Neugierig sind sie gestern aber vor allem, wer die Besucherin ist, die da bei ihnen auf dem Fußboden sitzt und begeistert mitklatscht.

Petra Müller, Leiterin des integrativen Kindergartens, spannt die Jungs und Mädchen schließlich nicht länger auf die Folter und stellt sie vor: Christine Wegner ist Netzkoordinatorin der IHK Magdeburg für die Stiftung "Haus der kleinen Forscher", die bundesweit die Begeisterung drei- bis sechsjähriger Kinder für naturwissenschaftliche Phänomene fördert. Und genau an diesem Projekt hatten sich die Kinder der Arche Noah beteiligt. Erzieherin Marlit Buchhorn wurde dafür zur Oberforscherin, ließ sich in zahlreichen Workshops weiterbilden und setzte die Ideen schließlich mit den Kindern in der Arche um.

20 Dokumentationen, die der Stiftung darüber zugeschickt wurden, beweisen, was die Jungs und Mädchen alles erforschten: sprudelnde Flüssigkeiten zum Beispiel, die Eigenschaften von Luft und Wasser oder die Kraft von Magneten.

"Dabei geht es der Stiftung vor allem um die Selbstständigkeit der Kinder", erläutert Christine Wegner. Die Kinder sollten Naturwissenschaft einfach im Alltag entdecken, ausprobieren und hinterfragen. "Manchmal", sagt sie, "lernen dabei sogar die Erzieher von den Kindern." Denn die Drei- bis Sechsjährigen gingen oft mit verblüffenden Sichtweisen an naturwissenschaftliche Zusammenhänge heran und seien bereit, einfach mal was auszuprobieren. Experimente müssten schließlich auch nicht immer gelingen.

Das Experiment "Kleine Forscher" gelang in der Arche indes prima. Das haben die Kinder nun sogar schriftlich. Denn die Besucherin brachte ihnen gestern die Stiftungsplakette als Auszeichnung mit. Darauf ist sogar der Bundesadler zu sehen, erklärte Petra Müller den Kindern. Denn die Stiftung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Die Plakette aber ist eigentlich nur der Beweis für etwas, was ohnehin schon alle wussten: Nur wird sie nun schon an der Eingangstür der Arche davon erzählen, "dass es hier ganz viele kleine Forscher gibt", so Müller stolz.