Die Stadt will das Kalbenser Freibad erhalten, ist dabei aber auch auf bürgerliches Engagement angewiesen. Am Sonnabend gibt es einen Subbotnik.

Kalbe (cn). "In Kalbe wird immer nur geredet", sagt Grünbereichskoordinator Uwe Wolff bewusst provokativ. Denn er hofft, dass viele Menschen dem Aufruf zu einem Arbeitseinsatz im Freibad folgen. Dieser soll am kommenden Sonnabend, 7. Mai, stattfinden.

"Es gibt noch eine Menge zu tun", so Wolff, "aber mit dem Mitarbeiterstamm, den die Stadt derzeit hat, ist das nicht zu schaffen." So müssten Bänke und die Giebelfront des Freibades gestrichen werden. Es seien Spielgeräte aufzustellen, ein Volleyballnetz zu installieren und ein Zaun zu ziehen.

Dieser soll für eine Absperrung zwischen Plansch- und Schwimmbecken sorgen. Damit ließe sich die Gefahr mindern, dass ein Kleinkind ins tiefe Wasser falle. Denn der Schwimmmeister könne den Planschbeckenbereich nicht mit beaufsichtigen. Dort seien, so Bürgermeister Karsten Ruth, die Eltern gefragt.

Er nahm am Mittwochnachmittag an einem Ortstermin teil, an dem sich neben Uwe Wolff auch dessen Bruder Mirko beteiligte. Der junge Familienvater, der demnächst für Werner Gromeier in den Stadtrat nachrückt (wir berichteten), ist einer derjenigen, die sich für mehr bürgerliches Engagement in Kalbe einsetzen und die deshalb auch darüber nachdenken, einen Förderverein zu gründen. "Denn es gibt hier verschiedene Baustellen", bei denen Freiwilligkeit gefragt sei, weil die Stadt damit überfordert sei. "Viele Hände machen der Arbeit schnell ein Ende." Dieses Motto, so Mirko Wolff, solle nun auch für den Arbeitseinsatz im Freibad gelten, bei dem auch die von den Gewerbetreibenden gesponserte Rutsche aufgestellt werde.

Beginn des Einsatzes, der von Uwe Wolff koordiniert wird, ist um 9 Uhr. Jeder ist willkommen und sollte entsprechende Arbeitsgeräte mitbringen. Nähere Infos gibt es bei Bauamtsleiter Rainer Kölsch. Er nimmt auch Anmeldungen an: (039080) 97137.