Die Mitglieder der Rumänienhilfe Zvoristea sowie Gemeindearbeiter und Gäste aus Rumänien haben gestern den Lkw beladen, der noch am Abend in die rumänische Partnerregion gestartet ist. Die Ehrenamtlichen Edith und Herbert Bartel bedanken sich nicht nur bei allen Spendern, sondern auch bei Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs.

Letzlingen. Zahlreiche Pakete mit Spenden aus Letzlingen und der Umgebung haben gestern Mitglieder der Rumänienhilfe Zvoristea auf einen Lkw verladen. Besonders erfreut waren sie, dass die Gemeindearbeiter, mit der die Gemeinde Letzlingen die Hilfstransporte stets unterstützt hatte, auch von der Stadt Gardelegen das Okay bekamen, beim Beladen des Lkw zu helfen. Denn Edith und Herbert Bartel, die sich schon seit vielen Jahren für die rumänische Partnerregion Zvoristea, die der Hilfsorganisation auch ihren Namen gab, engagieren, sind bereits Rentner und würden das allein nicht schaffen. Unkompliziert habe Bürgermeister Konrad Fuchs die Unterstützung zugesagt, so Edith Bartel dankbar.

Ehrenamtliche suchen Kühlschrank-Sponsor

Es halfen aber auch Gäste aus Rumänien, die am Vortag extra zum Beladen des Lkw nach Letzlingen gekommen waren, wo Edith und Herbert Bartel in privaten Garagen die Spenden gesammelt hatten. Davon gab es bei der Ostersammlung wieder reichlich, sagte Edith Bartel. Garagen und Keller waren so gut gefüllt, dass manches Werkzeug hinter den vielen Kartons nicht mehr wiederzufinden gewesen sei.

Viele Kleidungsstücke und Lebensmittel hatten Spender aus der Region zur Verfügung gestellt. Neben anderen Spenden waren darunter auch 855 Flaschen Öl. Andreas Cosmar aus Bismark habe das Öl gespendet. Beteiligt habe sich daran auch Elisabeth Gregor aus Wannefeld.

Nachdem die Spenden in Letzlingen aufgeladen worden waren, fuhr der Lkw zunächst nach Kunrau, wo weitere Spenden zugeladen wurden. Gestern Abend fuhr der Lkw dann in Richtung Rumänien los.

Edith und Herbert Bartel wollen Mitte Mai selbst nach Rumänien fahren, um die Spenden vor Ort zu verteilen. Acht Dörfer gehören zur Partnerregion, die abwechselnd mit den Spenden versorgt werden. Lohn ernten die Ehrenamtlichen in Form von Dankbarkeit der Menschen, die die Spenden bekommen.

Viele private Schicksale haben die Rumänienhelfer kennengelernt. Das Haus eines Mannes, der etwa 60 Jahre alt sei, sei im Winter abgebrannt, berichtete Bartel von einem Beispiel. In den Anfangsjahren, als die Rumänienhelfer vor Ort noch kein Sammellager hatten, bewachte der Mann nachts den Lkw. Deshalb liegt er Bartel besonders am Herzen. Was hierzulande als Haus verstanden wird, ist allerdings nicht mit Häusern in der Partnerregion zu vergleichen. Das Haus des Mannes habe in etwa die Größe einer Garage gehabt. Mit Spendengeld wurde es wieder aufgebaut. Wenige Tage vor dem Verladen der Spenden bekam Bartel nun einen Anruf, dass der Mann Strom bekommen habe und sich über einen Kühlschrank freuen würde, auch einen gebrauchten. Die Rumänienhilfe bekam einen, den sie für 150 Euro kaufte. Die Mitglieder würden sich freuen, dafür einen Sponsor zu gewinnen.